Energiesparwunder VW XL1

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Der für 2013 als erhältlich angekündigte Zweisitzer soll ein Energiesparwunder werden. Aber die Rechnung, die als Ergebnis “Unter einem Liter Sprit auf 100 km” hat, ist eine Milchmädchenrechung:

  • die ersten 30 km werden von der Batterie übernommen, verbrauchen keinen Sprit, sonder “nur Strom”. ‘Selbst, wenn dieser aus Luft und Liebe hergestellt wird, ist es Energie.
  • Der Anschaffungspreis entfällt zwar – wäre aber bei 70.000 E’URO anzusetzen. Und auch die Leasingkosten haben ein Energie-Äquivalent, das nicht in die Berechnung einfließt.
  • Wer das Teil least, wird nie Eigentümer. Der Vertrag läuft aus, der VW XL1 wird dann wohl verschrottet, und wieder wird Energie vernichtet.

Alleine der Preis macht es deutlich: Selbst, wenn jemand 210.000 während der Leasingzeit schafft, darf er reund 33 Cent Grundkosten pro km anrechnen. Da sind die Spritkosten pro km schon fast nebensächlich.

In einem Forum war zu lesen, dass alleine die Kramik-Bremsscheiben mit 6.000 Euro zu veranschlagen wären. Alleine bei der überzogenen Bremsanlage könnte man also fast 10% vom Preis einsparen. Das wäre auch sinnvoll, und überhaupt müsste die “Seifenkiste” billiger werden – und langzeittauglich sein.
Bei den derzeit veranschlagten Preisen ist eine Wirtschaftliche Nutzung für Normalverbraucher nur über eine Verlängerung der Nutzungsdauer und der Laufleistung machbar.
Wie sich der VW XL1 auf cdem Gebrauchtwagenmarkt verhält, werden wir bei dieser Firmenplitik nie erfahren.
Kurze Fahrgerichte sind wenig aussagekräftig, wenn wir nicht einemal einen Blick unter die Motorhaube werfen können.
Wie servicefreundlich ist das Teil, welche Materialfehler wurden mitverbaut, kann auch ein Hobbyschrauber etwas “machen”?

Eines ist mir subjektiv klar: Die Karosseerie hat ncht das Zeug zum Klassiker, wirkt nicht aus einem Guss, hat keine überzeugende Erscheinung. Was hat Citroen bei DS und GSA besser gemacht, darf/will  man aber nicht “kopieren”? Wohin gehört das Firmenlogo, wie hat eine Typenbezeichnung auszusehen, und wohin gehört die?

Damit wird der VW XL1 zur Eintagsfliege, zum fahrenden Testlabor für Komponenten, nicht eines Konzepts.

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