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	<title>sketchnet &#187; Narzissmus</title>
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	<description>Entwürfe, Ideen, Konzepte</description>
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		<title>Psychoanalytische  Narzissmus-Verwirrung</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Aug 2023 08:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Ordner &#8220;Entwürfe&#8221; hat ein Artikel geschlummert, der auf einen passenden Zusammenhang gewartet hat: Das Kapitel &#8220;Narzissmus in der Psychoanalyse&#8221; musste doch im Text zum &#8220;Narziss-Komplex&#8221; vertreten sein, und Fachleute für damit zusammenhängende Fragen müssten doch zu finden sein, zum &#8230; <a href="http://sketchnet.de/mythen/narzissmus-mythen/psychoanalytische-narzissmus-verwirrung">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Ordner &#8220;Entwürfe&#8221; hat ein Artikel geschlummert, der auf einen passenden Zusammenhang gewartet hat:<br />
Das Kapitel<strong> &#8220;Narzissmus in der Psychoanalyse&#8221;</strong> musste doch im <strong>Text zum <a title="http://sketchnet.de/narzissmus/ovid-der-narziss-komplex-episoden" href="http://sketchnet.de/narzissmus/ovid-der-narziss-komplex-episoden" target="_blank">&#8220;Narziss-Komplex&#8221;</a></strong> vertreten sein, und Fachleute für damit zusammenhängende Fragen müssten doch zu finden sein, zum Beispiel in einem renommierten Psychologie-Lexikon; doch da störte mich gleich, dass &#8220;Sage&#8221; und &#8220;Mythos&#8221; wie ein Begriff verwendet werden.</p>
<p><span id="more-1385"></span><strong><a title="https://portal.hogrefe.com/dorsch/narzissmus/" href="https://portal.hogrefe.com/dorsch/narzissmus/" target="_blank">Im Lexikon</a></strong> ist Narzissmus ein</p>
<blockquote><p>&#8220;Begriff nach dem Jüngling Narcissus der griechischen Sage, der sich in sein Spiegelbild verliebte.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das klingt ganz plausibel, ist aber kein systemisch-systematisches Denken: Unterscheiden wir nämlich zwischen Sage und Mythos, ist das oben gesagte nicht mehr gültig, denn es gibt einen Unterschied zwischen Mythos und Sage &#8211; Bill Gates ist zum Beispiel sagenhaft reich, aber nicht mythologisch, ohne Bezug zum Götterhimmel, wenn er auch trickreich wie Hermes die Logik des Marktes ausgenutzt hat.</p>
<p>Der Jüngling, der sich in sein Spiegelbild verliebte ist zudem gewissermaßen das vorläufige Schlussbild einer langen Geschichte, zu der Vorgeschichte und Seitenstränge gehören, der Mythos Narziss ist mit anderen Mythen verknüpft oder verwebt, verquickt und vielleicht auch verworren-verwirrend, je nach Güte der Überlieferungs-Version.</p>
<blockquote><p>Systematisch von Freud (1914b) diskutierter Begriff von metaps. Rang, dessen Grundzüge er bereits am 10. Nov. 1909 in einer Diskussionsbemerkung zusammenfasste; der N. «sei keine vereinzelte Erscheinung, sondern eine notwendige Entwicklungsstufe des Übergangs vom Autoerotismus zur Objektliebe (<span>Objektbesetzung</span>).</p></blockquote>
<p>Bei dem &#8220;Begriff von <a title="eine psychoanalytische Perspektive, mit der ein seelischer Vorgang zu gleicher Zeit dynamisch, topisch und ökonomisch betrachtet wird, und untersucht wird, welche psychischen Kräfte wie Triebe oder Hemmungen die Dynamik hervorrufen. Es wird aber auch gefragt, in welchen seelischen Bereichen sich der Vorgang vollzieht (Ich, Es, Über-Ich; bewußt, vorbewußt, unbewußt): das ist die räumliche Vorstellung, die Topik. Die Ökonomie zu bedenken heißt, nach dem Nutzen zu fragen, den der Vorgang für den Menschen hat." href="https://lexikon.stangl.eu/3778/metapsychologie" target="_blank">metapsychologischem</a> Rang&#8221; wird wohl viel mit &#8220;-ismen&#8221; gearbeitet und weniger mit dem Mythos; sicherlich kann man bei Narziss &#8220;Erotismus&#8221; nachweisen &#8211; größtenteils erst gegen Ende der Geschichte, und nicht im Zusammenhang mit der Entwicklung von &#8220;Objektliebe&#8221;, die zunächst einmal der <strong>Mutter</strong> gelten würde, die aber, im Mythos als Nymphe namens Liriope vorgestellt, ist mehr ängstlich (und angstauslösend) als liebenswert, lässt keine sichere Bindung zu, versteckt sich hinter orakelhaften Bemerkungen eines prophetischen Leibarztes und &#8220;Sehers&#8221; &#8211; dessen Rolle hat Freud wohl nicht interessiert&#8230;</p>
<blockquote><p>Die Verliebtheit in die eigene Person (= in die eigenen Genitalien) sei ein notwendiges Entwicklungsstadium» (Nunberg &amp; Feder 1977, S. 282). Neben (1) einer Phase der Libidoposition (<span>Libido</span>) in der psychischen Entwicklung (<em>primärer N.</em>) bezeichnet der Begriff aber auch (2) eine sexuelle Perversion (der eigene Körper als Sexualobjekt), (3) einen Modus der Objektwahl (nach dem <em>narzisstischen Typus</em>), (4) das Schicksal einer aufgegebenen Objektwahl (<em>sekundärer Narzissmus</em>) und (5) Aspekte der Regulation des Selbstwertes (<em>Selbstachtung</em>, <em>Selbstliebe</em>) im Zusammenhang mit dem <em>Ich-Ideal</em>, das narzisstischer Herkunft ist: gezwungen den primären N. zu verlassen, kann das <span>Ich</span> dennoch einen Teil der Libidoposition retten, indem es die idealen, grandiosen Bilder von Vollkommenheit und grenzenloser Liebe auf diese Instanz überträgt und nun – statt sich selbst – das eigene Ideal liebt.</p></blockquote>
<p>Im Zusammenhang mit der Selbstverliebtheit wird auch das &#8220;bisexuelle&#8221; Begehrt-Werden durch die Umwelt zu diskutieren sein. Eine libidinöse Besetzung der Genitalien mag zwar auch narzisstisch sein, aber nicht exklusiv narzisstisch, könnte also auch in einem anderen Zusamenhang auftreten. Wir wissen zwar, was mit &#8220;phallischem Narzissmus&#8221; gemeint ist, haben aber Bedenken, diesen Begriff so zu verwenden: Was ist hier das spezifisch &#8220;narzisstische&#8221; &#8211; etwa der Wunsch, bewundert zu werden, und wie ausgeprägt war der bei Sigmund Freud, der sich ja per Selbst-Analyse so trefflich selbst erkannte?</p>
<p>Die begriffliche Verworrenheit um &#8220;den Narzissmus&#8221; korrespondiert mit dem Fakt, dass mit Narziss ein Beispiel für einen neuartigen Wahnsinn auftauchte &#8211; so die Aussage des Mythos, und wenn wir die <a title="http://sketchnet.de/mythen/mythologie-ist-die-kunst-von-goettern-zu-erzahlen" href="http://sketchnet.de/mythen/mythologie-ist-die-kunst-von-goettern-zu-erzahlen" target="_blank">Mythologie</a> als ein großartiges Erbe, einen (großteils noch ungehobenen?) Schatz verstehen, ist auch von diesem Standpunkt aus ein Zugang zum heutigen Wahnsinn, den wir nun einmal mit &#8220;Narzissmus&#8221; bezeichnen, möglich.</p>
<p>Mit der schillernden Vielfalt der psychoanalytischen &#8220;Bezeichnungen&#8221;, Begriffe und Theorien müssen wir leben. Was bei der <em>dialektischen Verschränkung</em> von Narzissmus und Trieb geschieht, zu welchen Szenen und Dramen diese führen können &#8211; das zu wissen, muss nicht schön sein.</p>
<blockquote><p>Argelander (1971) &#8230; meint, der N. folge einem <em>Sicherheitsprinzip</em> (die Triebe dem <em>Lustprinzip</em>). Kohut (1966) kritisierte die den N. abwertende Gegenüberstellung zur Objektliebe als «einengend» für die klinische Praxis und trat für die Rehabilitierung des Begriffs ein, was schließlich in einer eigenen <a class="internal-link" href="https://portal.hogrefe.com/dorsch/selbstpsychologie/">Selbstpsychologie</a> mündete, die eine eigene, von den Trieben unabhängige, Entwicklung der narzisstischen Linie &#8230; postulierte. Kohut hielt «die Entdeckung, dass bei den narzißtischen Persönlichkeitsstörungen &#8230; der Zusammenhalt des Selbst unsicher ist», für „einen meiner wichtigsten Befunde&#8221; (Kohut 1975, S. 252).</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Verwendung des psychoanalytischen Vokabulars, die psychoanalytische Theoriebildung gleicht hier einem Gang ins Labyrinth. Es ist zwar schön, dass einzelne Abschnitte des verwirrenden Baus genau beschrieben sind &#8211; aber einen Weg hinaus gibt es nicht ohne roten Faden. Der aber ist immer wieder gerissen und sollte neu geknüpft werden.</p>
<p>Häufig beginnt die &#8220;Narzissmus-Recherche&#8221;, wie hier, mit &#8220;dem Mythos&#8221;. Das sei, so denkt man, der Beginn des Fadens, den man aber sogleich wieder fallen lässt, weil man meint, der Anfang sei mit zwei, drei Sätzen hinreichend erklärt. Wir sind ja so modern, und was unsere Vorfahren über die Menschheit herausgefunden haben, kann nicht interessieren.</p>
<p>Wäre es möglich die Narzis-Episode in drei Sätzen zu erzählen, hätte OVID sie wohl auch so weit verkürzt &#8211; das hat er aber nicht getan, sondern sie, sehr wohl verdichtet, in den <strong>Metamorphosen</strong> dargestellt.</p>
<p>Der Zweck dieses Werks wird nicht &#8220;nur&#8221; der Erhalt der Überlieferung gewesen sein, sondern muss auch Verstehen, Erkenntnis, Verständnis und Empathie als Hintersinn gehabt haben. Wie auch der folgende Text:</p>
<blockquote><p>Es mag schwer sein, zu erkennen, dass hinter all den seltsamen Eitelkeiten, Forderungen und Feindseligkeiten [der schweren Neurose] ein Mensch steht, der leidet, der sich für immer von allem ausgeschlossen fühlt, was das Leben erstrebenswert macht, der weiß, dass er, selbst wenn er bekommt, was er will, es nicht genießen kann.<br />
Wenn man die Existenz all dieser Ausweglosigkeit erkennt, sollte es nicht schwer sein, die scheinbar übermäßige Aggressivität oder sogar Gemeinheit zu verstehen, die durch die jeweilige Situation nicht erklärbar ist. Ein Mensch, der so von jeder Möglichkeit des Glücks ausgeschlossen ist, müsste ein wahrer Engel sein, wenn er nicht Hass auf eine Welt empfinden würde, der er nicht angehören kann.</p></blockquote>
<p><a title="http://sketchnet.de/wissenschaft/karen-horney-%e2%80%9eerinnerungskultur-femaleheritage%e2%80%9c" href="http://sketchnet.de/wissenschaft/karen-horney-%e2%80%9eerinnerungskultur-femaleheritage%e2%80%9c" target="_blank">Karen Horney</a>, <em>The Neurotic Personality of Our Time</em> (1937), pp. 227–228</p>
<p>Als &#8220;Bonmot&#8221; zu &#8220;<a title="https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/verzeihen#search=d108d6adfa089743f28c87155c69c4c5&amp;offset=26" href="https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/verzeihen#search=d108d6adfa089743f28c87155c69c4c5&amp;offset=26" target="_blank">Narzissmus und Verzeihen</a>&#8221;</p>
<p>bietet sich, das Thema &#8220;Narzissmus in der Psychoanalyse&#8221; hoffentlich abschließend, an:</p>
<blockquote><p><strong>Personen, denen es leichtfällt, zu verzeihen, sind weniger narzisstisch, dafür aber empathischer.</strong></p></blockquote>
<p>Stichwort<br />
| Prof. em. Dr. Hans-Werner Bierhoff</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Literatur zu diesem Artikel:</p>
<p>Kohut, H. (1974). <em>Narzißmus</em>. Frankfurt: Suhrkamp.</p>
<p>Wahl, H.-W. (2000). Narzissmus, narzisstische Persönlichkeit. In W. Mertens &amp; B. Waldvogel (Hrsg.), <em>Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe</em>. (S. 473–478). Stuttgart: Kohlhammer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr &#8220;Narzissmus&#8221; in: <strong><a title="http://sketchnet.de/narzissmus/ovid-der-narziss-komplex-episoden" href="http://sketchnet.de/narzissmus/ovid-der-narziss-komplex-episoden" target="_blank">&#8220;Der Narziss-Komplex&#8221;</a></strong></p>
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		<title>#Hanau1902:  Erinnern, Gedenken, Handeln</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2022 12:29:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Maerchen]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn heute mit &#8220;Hanau 1902&#8243; ein Ereignis bezeichnet wird, ist der Terrorakt vom 19.02.2020 gemeint, an dem der Sohn einer Hanauer &#8220;Familie&#8221;  eine türkische Frau, acht türkische Männer und anschließend seine Mutter und sich selbst ermordet hat. Die Türken waren &#8230; <a href="http://sketchnet.de/maerchen/hanau1902-erinnern-gedenken-handeln">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn heute mit &#8220;Hanau 1902&#8243; ein Ereignis bezeichnet wird, ist der Terrorakt vom 19.02.2020 gemeint, an dem der Sohn einer Hanauer &#8220;Familie&#8221;  eine türkische Frau, acht türkische Männer und anschließend seine Mutter und sich selbst ermordet hat.</p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://sketchnet.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Die Türken waren unter sich, an ihren Treffpunkten, darunter eine Sisha-Bar, was eigentlich einen gewohnten Teil des Stadtbilds ausmacht &#8211; in Deutschland gibt es zwar keine &#8220;Chinatowns&#8221;, aber doch &#8220;nicht so ganz typisch deutsch&#8221; geprägte Stadtviertel mit Zugezogenen, die sich vielleicht nie ganz assimilieren wollen und werden &#8211; wen störts&#8230;<br />
Es gibt auch keine einheitlichen &#8220;deutschen&#8221; Stadtviertel, sondern alles ist fein aufgegliedert, nach Herkommen, Einkommen, Vorankommen, Aufstieg und Abstieg, Chancen, Glück und Pech.</p>
<p><span id="more-12618"></span></p>
<p>Heimat war Hanau den jungen Türk*innen so gut es konnte, als einigermaßen weltoffene Stadt, bei der &#8220;Zuwanderung&#8221; sozusagen zum historisch-genetischen Code gehört, dazu kann man die Stadtgeschichte studieren, einen &#8220;<a title="https://www.mediathek-hessen.de/medienview_11670_Frieder-Mallon-Videofilmer-Hanau-MOK-Rhein-Main-Die-Kinzig--Von-der-Quelle-bis-zur-M%C3%BCndung.html" href="https://www.mediathek-hessen.de/medienview_11670_Frieder-Mallon-Videofilmer-Hanau-MOK-Rhein-Main-Die-Kinzig--Von-der-Quelle-bis-zur-M%C3%BCndung.html" target="_blank">Heimatfilm</a>&#8221; anschauen, oder hinfahren und sich selbst ein Bild machen.</p>
<p>Für mich selbst ist Hanau im weitesten Sinn auch Heimat, als im Landkreis Geborener habe ich in etlichen Formulare zum Geburtsort als Zusatz &#8220;/Kreis Hanau&#8221; ausgefüllt; die Zeiten ändern sich, ich stamme aus einer Zeit, als die Nebenbahn noch mit Dampfkraft betrieben wurde&#8230;</p>
<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2022/02/heldenbergen-windecken-620.jpg"><img class="aligncenter" title="heldenbergen-windecken-620" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2022/02/heldenbergen-windecken-620.jpg" alt="" width="620" height="413" /></a><em>Unter <a title="Bahnhof, Aufnahme im großen Format" href=" https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/2012-07-16_-_Bahnhof_Nidderau_%28Heldenbergen%29_-_6885.jpg" target="_blank">Denkmalschutz</a>, aber verfallen: An den Rändern der Provinz  wird deutlich, wo wir (keine) Prioritäten setzen. Bild: Wikipedia, cc. </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Verbindung zu &#8220;Hanau&#8221; stellt sich über den Heimatbegriff her: &#8220;Mein Dorf&#8221; liegt in der gleichen Gegend wie Hanau, es gibt klimatische Verwandtschaft und ähnlichen Dialekt. Ich kenne das heimisch-brüchige Zugehörigkeitsgefühl der Zugezogenen, aber auch die Fremdheit der Weggezogenen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Denkmal der Gebrüder Grimm steht in ihrer Geburtsstadt, auf einem viel zu hohen Sockel. Über deutsche und türkische Märchen könnte man sich auch austauschen &#8211; das macht die Verstorbenen nicht mehr lebendig, aber es geht darum, sie nicht zu vergessen. Da stellt sich die Frage, mit welchen &#8220;kulturellen Geschichten&#8221; sie sich beschäftigt haben; im Prinzip geht es ja nur um Nuancen, da die Werte, die solche alten Geschichten bewahren sollen, überall die gleichen sind.</p>
<p>Trotzdem musste da ein pathologischer, hasserfüllter Wirrkopf  &#8220;die Fremden&#8221; &#8220;auslöschen&#8221;,  und diesen Erfolg will ich ihm nicht gönnen.</p>
<p>Eher soll unter <strong><a title="https://www.hanau-steht-zusammen.de/ " href="https://www.hanau-steht-zusammen.de/ " target="_blank">&#8220;Hanauer Zustände&#8221;</a> </strong> ein &#8220;Hanau steht zusammen&#8221; zu verstehen sein, eine Grundhaltung des Respekts bei Anerkennung aller (zwischenmenschlichen) Unterschiede.</p>
<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2021/09/hanau1.jpg"><img title="hanau1" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2021/09/hanau1.jpg" alt="" width="622" height="882" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch abseits der Gedenkveranstaltungen SIE nicht zu vergessen heißt vielleicht, traurig sein, dass ein gemeinsames Gespräch nicht mehr möglich ist.</p>
<p>Es sollte bedeuten, den eigenen Wert einer &#8220;türkisch-deutschen&#8221; Kultur anzuerkennen, von ihr zu profitieren.<br />
&#8220;Befremden&#8221; über das Andersartige kann viele Gründe haben &#8211; das hat manchmal auch ganz plausible Gründe aus der &#8220;Biologie&#8221; der Sprachaneignung zum Beispiel, so dass uns die jeweils eigene Sprachmelodie vertrauter ist, wir bereits vorgeburtlich, mehr noch natürlich im &#8220;richtigen Leben&#8221;, daraus Informationen über die eigene Gruppenzugehörigkeit herleiten. Auf  Manche wirkt  &#8220;Fremdes&#8221; nicht interessant, gar verstörend, verschreckend, dann fehlt es an Vertrauen, an Urvertrauen schlimmstenfalls, doch ist &#8220;das Fremdeln&#8221; eigentlich in der kindlichen Entwicklung normal, wäre sein Ausbleiben Grund zur Besorgnis.</p>
<p>Man kann aber auch den Standpunkt vertreten, dass &#8220;Unbekanntheit&#8221; kein Dauerzustand sein muss.<br />
Wenn eine Gesellschaftsanalyse unter Anderem herausstellt, dass es um die zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein noch nicht oder nicht mehr zum Besten steht, sollte das Anlass zu Reperatur-Bemühungen sein. Dass insgeheim ein &#8220;richtig deutscher Neid&#8221; auf die herzlichen, echten Familienbeziehungen &#8220;der Ausländer&#8221;  keimt, mag aber niemand zugeben.</p>
<p>Das muss auch nicht sein, zeigt doch näheres Nachdenken, dass hier eine große Portion an Projektion, seelisch-psychischem Schattenspiel, im Spiel ist. Wenn wir diesen Neidzusammenhang bereits als &#8220;Rassismus&#8221; bezeichnen, kommen wir nicht umhin, die Defizit-bedingte Denkweise des Rassisten, der Rassistin anzuerkennen.</p>
<p>Die Unterscheidung der fließend verlaufenden Begriffe Fremdenfeindlichkeit und Rassismus können wir  akademisch  Veranlagten überlassen, müssen dabei aber unbedingt  die Grenze zum rechtsradikalen Kampf  sehen:<br />
Jahrelang war in der öffentlichen Wahrnehmung z. B. das perfide Morden des NSU nicht als solches wahrgenommen worden. Ich selbst hatte jedenfalls Nazis für so ausgestorben wie Dinosaurier gehalten und Leute, die Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; unter dem Ladentisch erstanden, als verwirrt, aber harmlos betrachtet. Über &#8220;irgendwelche Familienfehden&#8221; konnte man sich nur wundern, es galt das Motto &#8220;Nichts Genaues weiß man nicht&#8221; und &#8220;das ist dann wohl deren Sache&#8221;.</p>
<p>Untersuchungen hierzu sind schlecht und unzugänglich dokumentiert, so dass auch schon gemutmaßt wurde, selbst die Ordnungshüter, also Personen bei der Polizei bzw. Behörden hätten ihre eigene Strafvereitelung betrieben.</p>
<p>Das ist dann ein deutlich größeres Kaliber als ein „Ich habe ja nichts gegen diese Fremden, aber diese Fremden sind nicht von hier“, das je nach Kontext noch als harmlos und Blödelei durchgehen kann. Es gilt auch: Die Dosis macht das Gift.</p>
<p>Rechtsextremismus ist  eine der größten Gefahren für unsere Gesellschaft und ihr Funktionieren, so die <a title="https://www.vorwaerts.de/artikel/faeser-hanau-bundestag-entschieden-gegen-rechten-terror" href="https://www.vorwaerts.de/artikel/faeser-hanau-bundestag-entschieden-gegen-rechten-terror" target="_blank">Bundesinnenministerin Nancy Faeser</a> in der aktuellen Stunde zu Hanau im Bundestag:</p>
<blockquote><p>„Die Spur des rechten Terrors zieht sich durch unsere jüngere Geschichte“, sagt Faeser und nennt beispielhaft die Vorfälle in den 90er-Jahren in Solingen, Mölln und Hoyerswerda, die Morde des NSU, den Anschlag am Münchner Olympia-Einkaufszentrum, den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sowie den Terror von Halle und Hanau. „Wer es vorher nicht verstanden oder verharmlost hat, dem muss es nach Hanau endlich klar sein: Der Rechtsextremismus ist die schlimmste Bedrohung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, sagt die Bundesinnenministerin.</p></blockquote>
<p>Nun &#8211; &#8220;Extremismus&#8221; ist ein Begriff aus der Politikwissenschaft, und hier ist jedenfalls ein weites Feld, mit dem ich nicht direkt vertraut bin.<br />
Dieser mörderische Extremismus/Rassismus wäre unmöglich ohne die psychische Pathologie der Täter, und passenderweise gibt es von der Bundeszentrale für politische Bildung eine <a title="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/30600/macht-narzissmus-und-die-sehnsucht-nach-dem-fuehrer/" href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/30600/macht-narzissmus-und-die-sehnsucht-nach-dem-fuehrer/" target="_blank">Schrift  </a>&#8220;Macht, Narzissmus und die Sehnsucht nach dem Führer&#8221;.</p>
<p>Jedoch geht es hier nicht um eine <a title="OVID, Der Narziss-Komplex, Episoden" href="http://sketchnet.de/narzissmus/ovid-der-narziss-komplex-episoden">Narzissmus</a>-bezogene Spurensuche und &#8220;Täteranalyse&#8221;, sondern um die Erinnerung an die Opfer, darum, einen Beitrag zu leisten, dass sie unvergessen bleiben.</p>
<blockquote><p>Faeser mahnt: „Viele Menschen in Hanau kannten die Opfer, der Täter kannte sie nicht und doch wollte er genau sie treffen. Er ermordete neun Menschen, weil sie eine Einwanderungsgeschichte haben. Er erklärte sie zu Fremden. Das waren sie aber nicht. Sie waren Teil unserer Gesellschaft. Daran dürfen wir als Staat nicht den geringsten Zweifel lassen.“ Gleichzeitig verspricht sie: <strong>„Wir werden Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Paun, Fatih Saraçoglu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov nie vergessen.“</strong></p></blockquote>
<p>&#8220;Handeln&#8221; &#8211; das war quasi intuitiv in die Überschrift geraten, denn folgenloses Gedenken ist doch zu wenig gegenüber den feindlichen Lebensfeinden. Völkerverständigung nach dem Motto &#8220;<a title="http://fressnet.de/blog/?p=5186" href="http://fressnet.de/blog/?p=5186" target="_blank">Kochst Du Türkisch</a>&#8221; &#8211; meinetwegen, das könnte etwas ausmachen. Sagen wir mal: Was setzt man den  lebensfeindlichen Tendenzen, den negativen Energien der Nazis und anderer Ultras entgegen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Einschub/Nachtrag 24.05.2022</em></p>
<p><em>Aus den Medien war kürzlich über die kommende Gedenkstätte zu erfahren, dass noch nicht klar ist, welcher Entwurf gewählt wird, und dass noch weniger klar ist, wo die Gedenkstätte eingerichtet wird. </em></p>
<p><em>Der Marktplatz sei zwar groß. aber schon von den Gebrüdern Grimm &#8220;besetzt&#8221;. Wer aber weiß, wie die Gebrüder und Märchen/Sprachkundigen darüber denken würden, dass sie sich den Platz mit einem Anliegen der neueren Geschichte teilen sollen? Es ist jedoch wahrscheinlich, dass sie sich gegen sich ändernde Zeiten nicht wehren wollen würden und kein Selbstbetrug, anzunehmen, dass sie  &#8220;doch eher fortschrittlich und demokratisch gesinnt&#8221; empfunden haben.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und jetzt höre ich auch schon auf. Sicher fällt Euch vieles ein, und wenn ihr nur die Hälfte davon umsetzt, wird gleich viel mehr gelächelt auf dieser einen und einzigen Welt.</p>
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		<title>Narzissmus bei Frauen, Narziss und Echo</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Mar 2019 12:29:37 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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		<category><![CDATA[Weiblicher Narzzissmus]]></category>

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		<description><![CDATA[Nehmen wir mal an, in der Endrunde einer Quiz-Show wie &#8220;Einer wird Millionär&#8221; ginge es um die Frage: &#8220;Frauen sind &#8211; a: fürsorglich / &#8211; b: streitsüchtig /- c: narzisstisch / &#8211; d: liebevoll&#8230; &#8220; Der Konflikt um die eine &#8230; <a href="http://sketchnet.de/mythen/narzissmus-mythen/narzissmus-bei-frauen-narziss-und-echo">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nehmen wir mal an, in der Endrunde einer Quiz-Show wie &#8220;Einer wird Millionär&#8221; ginge es um die Frage: <strong>&#8220;Frauen sind</strong><br />
<strong> &#8211; a: fürsorglich / &#8211; b: streitsüchtig /- c: narzisstisch / &#8211; d: liebevoll&#8230; &#8220;</strong></p>
<p><strong></strong><br />
Der Konflikt um <strong>die eine richtige Antwort</strong> wäre zumindest interessant, und dass von A bis Z gar nicht richtig klar ist, was das jeweilige Adjektiv eigentlich bedeutet, könnte sich in der Diskussion als kleinster gemeinsamer Nenner herausstellen. Es ginge natürlich um Geschlechterklischees &#8211; &#8220;Frauen sind lieb und kuschelig&#8221; wäre wohl eines der beliebtesten.</p>
<p><span id="more-5432"></span></p>
<p>Anfang 2019 findet sich in der<a title="https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/es-macht-mich-bis-heute-wuetend-qua-geschlecht-zur-unteren-klasse-zu-gehoeren-86585" href="https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/es-macht-mich-bis-heute-wuetend-qua-geschlecht-zur-unteren-klasse-zu-gehoeren-86585" target="_blank"> Süddeutschen Zeitung</a> ein Interview mit Viv Albertine: &#8220;Viv Albertine, 64, war Punk, Aerobiclehrerin, hat Musikvideos gedreht, nach zwei Fehlgeburten und elf vergeblichen Hormonbehand­lungen ein Kind bekommen und sogar Krebs überlebt.&#8221;<br />
Wie das so ist mit oder bei Mädchen, Frauen, Müttern, aus der Sicht der Autorin, während sie ihr drittes Buch schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es hat mir selbst Angst gemacht, ein Buch zu schreiben, in dem ich kein netter Mensch bin. Als ich das Buch halb fertig hatte, schrieb ich Eimear McBride, einer jungen irischen Schriftstellerin, schau, ich mache mir echt Sorgen, ich stelle meine schlimmsten Eigenschaften zur Schau, ich versuche nicht einmal, ein netter Mensch zu sein. Sie schrieb zurück, super, es ist Zeit, dass Frauen auf­hören, so zu tun, als wären sie so, wie die Männer sie gern sehen! Wir müssen den Männern und der Gesellschaft die Wahrheit darüber erzählen, wie es ist, eine Frau zu sein. Es ist nicht Lächeln, Flirten, Zustimmen. Es ist auch nicht gekünstelt Lächeln&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Frauen sind also auch auf der Suche nach der Wahrheit. Ganz besonders die Autorinnen? Was ist mit dem weiblichen Narzissmus, mit der weiblichen, normalen oder übersteigerten Selbstliebe?<br />
Mir fallen dazu einige Frauen ein, deren Selbst-Äußerungen nachlesbar sind: Anna Seghers, Christiane Wolf (&#8220;Nachdenken über Christa T.&#8221; war Deutsch-Lektüre), Ingeborg Bachmann, Anja Meulenbelt (&#8220;Die Scham ist vorüber&#8221;), <a title="      „Ich habe niemals von zweien Genies innerhalb einer Familie gehört!“  Johanna Schopenhauers Erwiderung auf Goethes Prophezeiung, ihr Sohn Arthur Schopenhauer werde einmal weltberühmt" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Schopenhauer" target="_blank">Johanna Schopenhauer, </a>Hedwig Courts-Mahler, Elfriede Jellinek.</p>
<p>Nicht wirklich repäsentativ ist es, diesen Autorinnen Männer wie Jack London, Karl May, Traven, Kerouac gegenüberzustellen, die die Suche nach &#8220;Abenteuer und Heldentum&#8221; im Repertoire führen.</p>
<p>Die Gegenüberstellung &#8220;männlich-weiblich&#8221; misslingt auch, je mehr Frauen traditionelle Männerrollen einnehmen, &#8220;Pilotin oder Astronautin&#8221; sollte hundert Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts nicht mehr lange exotisch wirken.<br />
Bei Hannah Arendt harmonierte die Außenseiterrolle &#8220;Frau in der Männerwelt &#8216;Gericht&#8217;&#8221; mit ihren inhaltlichen Befunden: Männer hätten das Banale als Solches gar nicht wahrnehmen können. Sie hatte, offiziell als Journalistin, die &#8220;Banalität des Bösen&#8221; herausgearbeitet, als Prozessbeobachterin in Israel, wo der Fall Eichmann verhandelt wurde, eines gehorsamen, verantwortlichen, technokratisch funktionierenden Rads im Getriebe der Nazi-Herrschaft &#8211; in unserer Vergangenheit.</p>
<p>Ihre gedankliche Klarheit als außerordentlich zu bezeichnen, ist wohl gerechtfertigt.<br />
<strong></strong></p>
<p>Doch lenkt das Alles von der Fragestellung ab, ob und wie und auch warum Frauen narzisstisch sein könnten. Oder sind Frauen <em>anders narzisstisch</em> als Männer?</p>
<p>Kann sein, dass das vorwiegend Frauen interessiert, neben Mode und Frisurentrends &#8211; die schöne Frage</p>
<blockquote><p>&#8220;Warum fällt es so vielen Menschen schwer sich selbst zu lieben? <strong>Ist es schlimm selbstverliebt zu sein?</strong>&#8220;</p></blockquote>
<p>findet sich in einem &#8220;Mädels-Blog&#8221;, die Antwort vermutlich auch, mehr oder weniger.<br />
&#8220;Ich bin klug, schön und selbstbewusst&#8221; ist ein Motto, das merkwürdig in Richtung Konsum deutet, und diese Richtung verdankt sich dem Umstand, dass die &#8220;Monetarisierung&#8221; von Blogs direkt oder indirekt von Produktwerbung abhängt, so dass die weibliche<a href="https://twitter.com/faznet/status/1091104839944282112" target="_blank"> Selbstinszenierung in den &#8220;sozialen Medien&#8221;</a> diesem Auftrag folgt:</p>
<p>&#8220;<a title="http://gutenberg.spiegel.de/buch/schonheitsmittel-4722/2" href="http://gutenberg.spiegel.de/buch/schonheitsmittel-4722/2" target="_blank">Schönheitsmittel</a>&#8221; aller Art finden sich insofern in jedem Badezimmer und sind &#8211; denken wir an Drogerien und &#8220;exklusive&#8221; Parfümerien in den Einkaufsmeilen &#8211; Gegenstand einer globalen Industrie, die aus Chemie, Pflanzenextrakten und tierischen Substraten &#8220;Wundermittel&#8221; zusammenmixt, die eine strahlende Erscheinung bewirken (sollen).</p>
<blockquote><p>&#8220;Wer sie auch sei &#8211; sich [zu] gefallen auch ist für [alle von weiblichem Geschlecht] ein Vergnügen; &#8230;<br />
[wobei] (den Mädchen) besonders die Statur (&#8220;die eigene Gestalt&#8221;) &#8220;Theuer und werth ist&#8221;.&#8221; (OVID: Schönheitsmittel 2-31)</p></blockquote>
<p>Dabei lautet die oberste Regel: <strong>&#8220;Ist gewinnend der Geist, Mädchen, gefällt das Gesicht&#8221;</strong>. Es geht schließlich nicht um Fassadenpflege, sondern um Schönheitspflege, und wahre Schönheit kommt von innen, kann zum Beispiel mit einer Gesichtsmaske gepflegt, aber nicht erschaffen werden.</p>
<p><strong>Sie</strong> kann mit wahrhaft freiem, geistreichen Gespräch überzeugen, das spiegelt sich in der Sprache wider, die erlaubt, &#8220;Esprit&#8221; mit &#8220;veritable&#8221; und &#8220;libre&#8221; genauer zu bezeichnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt also ein Schönheits-<strong>Lehrbuch</strong> in Reimen, vor 2000 Jahren von einem Mann geschrieben. Die &#8220;Zielgruppe&#8221; sind doch die Frauen &#8211; sollte das &#8220;Frauen-Schönheits-Buch&#8221; nicht besser von einer Frau vorgelegt werden? Die könnte parallel als Modeberaterin mit Sätzen wie &#8220;Unser Styling für den Alltag könnte definitiv ein Upgrade vertragen, was meint ihr?&#8221; etwas sinnvolles weitergeben und die Konjunktur fördern&#8230;</p>
<p>Zuvor könnten wir das alt-römische Handbuch zur Schönheitspflege noch als Hinweis verstehen, dass sein Autor OVID sich wahrscheinlich mit sämtlichen Ebenen des Frau-Seins, &#8220;der Weiblichkeit&#8221; befasst hatte. Dazu gehört wohl eine &#8220;gehörige Portion&#8221; Einfühlung, zur Bestimmung der gesellschaftlichen Verhältnisse eine gewisse Distanz und Objektivität, zum Verständnis der Mythen und Regeln der Zeit gehört Unabhängigkeit und Wissen über deren Funktion und Entstehung.</p>
<p>Die Liste seiner Werke legt nahe, dass er dabei häufig die Perspektive gewechselt hat &#8211; und schon beim ersten Werk, den &#8220;Liebeselegien&#8221;, könnten wir rätseln, ob der &#8220;Gesang&#8221; einer fiktiven oder einer realen Geliebten gilt. Man könnte sagen, OVID lässt nichts aus, was die &#8220;heimlichen Vergnügungen&#8221; &#8220;verstohlenen Liebesgenusses&#8221; betrifft &#8211; natürlich mischt Cupido (Eros) kräftig mit (ELG 2-8/9) &#8211; das wäre aber doch noch zu überprüfen.</p>
<p>Das Buch mit dem schlichten Titel &#8220;Liebeskunst&#8221; ist auch schon mal als Lehrbuch, als &#8220;Erotodidaktik&#8221; bezeichnet worden, wobei dem Bezeichnenden vielleicht nicht ganz präsent war, was Didaktik bedeutet, welche Lernziele im Fach &#8220;Erotik&#8221; vorgesehen werden sollten, wie und mit welchen Methoden der Erotik-Lehrplan gestaltet werden könnte.<br />
Da es bei OVID um die &#8220;gelingende Liebe&#8221; und &#8211; in &#8220;Heilmittel gegen die Liebe&#8221; &#8211; die Lösung von der pathologischen geht, also auch um die Pathologie des Liebeslebens, scheint die Frage nach Methoden, diesen Stoff zu vermitteln, doch eher anspruchsvoll zu sein.</p>
<p>Es gibt Indizien, dass Vieles hierzu bei OVID abgeleitet worden ist. So mahnt die Autorin eines <a title="Deanna Pai in &quot;Medium&quot;" href="https://medium.com/s/office-politics/rules-for-dating-your-co-worker-without-getting-fired-a941550113d0" target="_blank">Fachartikels</a> mit dem Titel &#8220;Rules for Dating Your Co-Worker Without Getting Fired&#8221; (also ungefähr: &#8220;Worauf du achten musst, wenn Du mit einem/einer Kolleg*ìn etwas anfängst, ohne deshalb den Job zu verlieren&#8221;) abschließend:</p>
<blockquote><p>So, while an office relationship isn’t necessarily a bad idea, it’s worth carefully thinking through the potential ending before it even starts.</p></blockquote>
<p>Solche Weisheiten sind auf keinen Fall erst seit &#8220;Heute&#8221; im Umlauf, vielleicht, weil es um eine universelle Thematik geht: Im Zweifelsfall ist es auf jeden Fall wichtig, rechtzeitig und öfters darüber nachzudenken und zu sprechen &#8211; zum Beispiel über die angedachte, sinnvolle, machbare Dauer der Beziehung, die mit &#8220;casual dating&#8221; im Wesentlichen vermieden wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Darstellung aus der &#8220;weiblichen Perspektive&#8221; stellt OVID in den &#8220;Heroides&#8221; (~ &#8220;<strong>Heldinnenbriefe</strong>&#8220;) ausdrücklich in den Vordergrund.</p>
<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2019/02/Penelope_-_Huntington_Lib_HM60_f3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5184" title="Penelope_-_Huntington_Lib_HM60_f3" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2019/02/Penelope_-_Huntington_Lib_HM60_f3.jpg" alt="" width="411" height="600" /></a></p>
<p>&#8220;Wie geht es den Frauen, deren Männer die ach so entscheidenden Schlachten schlagen?&#8221; OVID hat sich mit dieser Frage befasst, beginnend mit <strong>Penelopes Brief an Odysseus</strong> (<a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e8/Epitres_d%27Ovide_%28H%C3%A9roides%29_-_Penelope_-_Huntington_Lib_HM60_f3.jpg" target="_blank">größere Darstellung</a>).</p>
<blockquote><p>&#8220;Da jede Heldin einen eigenen Ton hat und man laut las, konnte man nach Belieben in verschiedene Rollen wie die der Medea oder der Penelope schlüpfen. So konnte der Dichter wohl zu Recht behaupten, eine völlig neue Gattung [des Briefromans, "<a href="https://www.ancient-literature.com/rome_ovid_heroides.html" target="_blank">Ovid claimed</a> to have created an entirely new literary genre of fictional epistolary poems."] geschaffen zu haben &#8230; . Als völlig neuartig erweist sich der Umstand, dass weibliche (Rand-)Figuren der Sagengeschichte das Wort ergreifen und damit altbekannte Ereignisse in einem neuen, ungewohnten Licht erscheinen lassen. So erhalten verlassene, vom Schicksal übergangene Frauen in den <em>Heroides</em> erstmals eine Stimme.&#8221;</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die schreibende Frau spielt eine tragende Rolle nicht nur in den <a title="https://de.wikipedia.org/wiki/Heroides" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heroides" target="_blank">Heroides</a>; Anweisungen für die Liebesbriefchen der aktuellen Leser*innen &#8211; und wie diese zu verschlüsseln sind &#8211; finden wir in der &#8220;<strong>Liebeskunst</strong>&#8220;, doch dazu später.</p>
<p>Von der Macht des geschriebenen Wortes berichtet die <strong>Acontius-Cydippe</strong>-Episode:</p>
<blockquote><p>Ein schöner, doch armer Jüngling von der Insel Ceos, bekannt durch die List, welche ihm den Besitz seiner Geliebten, Cydippe aus Athen, eines Mädchens von hohem Stand und grossem Reichthum, verschaffte. Er schrieb nämlich auf einen schönen cydonischen Apfel die Worte: ich schwöre bei Diana, dass ich Acontius zum Gatten nehme. Der Apfel rollte zu den Füssen der die Cydippe begleitenden Sklavin, welche, wie Acontius richtig geschlossen, nicht lesen konnte; sie gab daher den Apfel der Gebieterin, welche laut die Schrift las und so den verhängnissvollen Schwur aussprach. Der Vater des Mädchens, dieses nicht wissend, verlobte sie einem Andern; sie ward gefährlich krank, entdeckte, was durch Zufall von ihrer Seite geschehen, und genas, als sie ihren Schwur erfüllen durfte.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2019/02/kauffmannacontiuscydippe.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5198" title="kauffmannacontiuscydippe" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2019/02/kauffmannacontiuscydippe.jpeg" alt="" width="640" height="819" /></a></p>
<p>Der &#8220;<a title="https://eclecticlight.co/2017/03/05/a-message-on-an-apple-and-two-abandoned-lovers/" href="https://eclecticlight.co/2017/03/05/a-message-on-an-apple-and-two-abandoned-lovers/" target="_blank">Botschaft auf dem Apfel</a>&#8221; folgen bei OVID zwei fiktive Briefe.</p>
<p>Acontius erweist sich als überaus eifersüchtig, mit grenzwertigen Überredungskünsten ausgestattet:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es quält mich bisweilen, dass du durch meine Verschlagenheit Schmerzen erleidest. Ich bitte darum, dass die Verwünschungen meiner Geliebten auf mein Haupt kommen, durch meine Bestrafung möge sie geschützt sein!&#8221; (Heroides XX 130 ff)</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die rätselhafte Krankheit der Cydippe, die bei jedem (in der Folge zu verschiebenden) Heiratstermin mit dem von den Eltern ausgesuchten Gatten eskaliert, erklärt sie so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Ursache ist verborgen, meine Leiden sind offenkundig, ihr zerstört den Frieden und löst bittere Kämpfe aus, ich aber muss dafür büßen.&#8221; (Heroides XXI, 56 ff.)</p></blockquote>
<p>Dass die mehrfach pünktlich auftretende körperliche Schwäche die von den den Eltern arrangierte Heirat verhindert, hat im Konflikt &#8220;Sollen versus Gehorsam gegenüber dem Eid&#8221; seine psychosomatische Ursache; Acontis Apfel-Aktion war ein klarer Regelverstoß:</p>
<blockquote><p>&#8220;Brauch ist, nicht durch Betrug zu untergraben, du hättest um mich werben müssen und nicht mich betrügen dürfen.&#8221; (XXI, 129 f.)</p></blockquote>
<p>Dass der Mann (der Jüngling) um die Frau (das Mädchen) zu werben hat, und nicht umgekehrt, gilt als eiserne Regel. Gegen die hat auch Narziss verstoßen, nämlich, indem er überhaupt nicht geworben hat und, wo er begehrt und umworben war, nur abweisend reagiert hat.</p>
<p>Er hat sich ständig nur verweigert, heißt es; dieses Verhalten ist in der Szene seiner <strong><a title="http://fressnet.de/m170_Narziss_und_Echo.htm#Narziss_und_Echo" href="http://fressnet.de/m170_Narziss_und_Echo.htm#Narziss_und_Echo" target="_blank">Begegnung mit Echo</a></strong> ausführlicher dargestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2019/03/Echo_and_Narcissus_-_John_William_Waterhouse550.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5435" title="Echo_and_Narcissus_-_John_William_Waterhouse550" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2019/03/Echo_and_Narcissus_-_John_William_Waterhouse550.jpg" alt="" width="550" height="308" /></a></p>
<address>Narziss sieht sein Spiegelbild, nicht, dass er sich spiegelt. Dass er sich spiegelt, kann jedoch Echo sehen, die in dieser Szene vom Künstler eingefügt worden ist &#8211; dem Mythos zufolge gibt es sie in diesem Moment bereits nur noch als körperlose Stimme, als Echo eben.</address>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*</p>
<address>Übersicht:</address>
<address><strong><em><a title="Zur Übersicht " href=" http://sketchnet.de/narzissmus/ovid-der-narziss-komplex-episoden" target="_blank">Ovid, Der Narzissmus-Komplex, Episoden</a></em></strong></address>
<address> </address>
<p>*</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die ZEIT mit FREUD, die Zeit des Narzissmus</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jan 2019 13:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Freud]]></category>
		<category><![CDATA[OVID]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sketchnet.de/?p=4862</guid>
		<description><![CDATA[Es braucht keinen Anlass, um Sigmund Freud zu würdigen, das Thema &#8220;Psychoanalyse&#8221; wird immer mal wieder in die Diskussion gestreut, auch, damit Freud und Psychoanalyse nicht so ganz in Vergessenheit geraten. 2018 war  bei der ZEIT am 22. Dezember  der &#8230; <a href="http://sketchnet.de/uncategorized/die-zeit-mit-freud-die-zeit-des-narzissmus">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Es braucht keinen Anlass, um Sigmund Freud zu würdigen, das Thema &#8220;Psychoanalyse&#8221; wird immer mal wieder in die Diskussion gestreut, auch, damit Freud und Psychoanalyse nicht so ganz in Vergessenheit geraten.</div>
<div>2018 war  bei der ZEIT am 22. Dezember  der Freud-Termin:</div>
<h3><span id="more-4862"></span></h3>
<blockquote>
<h2>Wer bin ich? Wer bist du?</h2>
<div>Sigmund Freud hat mit seiner Theorie des Unbewussten die Psychologie revolutioniert. Sein Vermächtnis ist bis heute in allen Fasern der Gesellschaft spürbar – und relevant.</div>
<div data-ct-row="author">Von <a href="https://www.zeit.de/autoren/H/Tobias_Huerter/index.xml" rel="author" target="_blank" data-ct-column="1_of_1" data-ct-subcolumn="false" data-vars-url="www.zeit.de/autoren/H/Tobias_Huerter/index.xml"> Tobias Hürter</a></div>
</blockquote>
<p data-aria-label-part="3">Das  muss eine Revolution mit Gegenrevolution gewesen sein &#8211; <strong>die Psychologie von heute</strong> ist ja häufig nur Erfüllungsgehilfin der Märkte, mit der mächtigen Statistik als Werkzeug, für Aussagen wie &#8220;Personen, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch jenen&#8221;.</p>
<p data-aria-label-part="3">Auch jene Psychologen,  die Nervenärzten zuarbeiten, deren Behandlung im Verschreiben von Psychopharmaka besteht,  werden nicht bewusst mit &#8220;dem Unbewussten&#8221; umgehen. Unzählige Psychologen betreiben Therapie, Beratung, Coaching  für jenes Klientel, das sich die &#8220;therapeutischen Fachgespräche&#8221; (aus der Portokasse?) leisten kann.</p>
<p data-aria-label-part="3">Die Therapeuten-Vermittlung geschieht in den USA etwa per  &#8220;<a title="https://www.psychologytoday.com/intl" href="https://www.psychologytoday.com/intl" target="_blank">Psychology Today</a>&#8221; (&#8220;Insight about everybody&#8217;s favorite subject: Ourselves&#8221;). Hier gibt es altmodische Lebensberatung wie (früher?) in besseren Frauenzeitschriften:</p>
<ul>
<li>10 Ways to Chill and Achieve Success and Happiness in 2019 Life-changing tips to increase your productivity and joy in the New Year. How reframing your priorities and cultivating mindfulness can help you be happy and productive in 2019</li>
</ul>
<p data-aria-label-part="3">Bei diesen Psycho-<a title="https://www.psychologytoday.com/us/blog/the-right-mindset/201812/10-ways-chill-and-achieve-success-and-happiness-in-2019" href="https://www.psychologytoday.com/us/blog/the-right-mindset/201812/10-ways-chill-and-achieve-success-and-happiness-in-2019" target="_blank">Tipps</a>, ein glückliches Leben zu führen oder zu finden werde ich an<strong> &#8220;<a title="http://portionsdiaet.de/diaet-reflexion/die-10-revolutionaren-ernahrungsrichtlinien-aus-brasilien" href="http://portionsdiaet.de/diaet-reflexion/die-10-revolutionaren-ernahrungsrichtlinien-aus-brasilien" target="_blank">10 Tipps für eine bessere Ernährung&#8221;</a></strong> erinnert &#8211; wenig davon bleibt hängen; um aus solchem Rat eine Gewohnheit zu machen, braucht es viel Übung, und überhaupt ist es &#8220;peinlich&#8221;, dass solche Tipps einerseits nötig sind, andererseits kaum wahrgenommen werden. Solche &#8220;psychologische Beratung&#8221; hat etwas von &#8220;<a title="https://en.wikipedia.org/wiki/Donald_Winnicott" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Donald_Winnicott" target="_blank">caring</a>&#8221; &#8211; und kann als Hinweis dafür gesehen werden, dass es um die &#8220;Selbstfürsorge&#8221; der Adressaten nicht gut steht.</p>
<p data-aria-label-part="3">Was das Freudsche Vermächtnis betrifft: Da gibt es einen Unterschied zum &#8220;Erbe&#8221;, und &#8220;Ein <a title="https://www.sueddeutsche.de/geld/testament-was-ist-ein-vermaechtnis-und-wie-wird-es-geregelt-1.2364485" href="https://www.sueddeutsche.de/geld/testament-was-ist-ein-vermaechtnis-und-wie-wird-es-geregelt-1.2364485" target="_blank">Vermächtnisnehmer </a>braucht keinen Erbschein&#8221;.  Wir brauchen uns folglich keine Sorgen um <strong>Die  Nachfolger Freuds</strong> zu machen; das Buch gleichen Titels enthält:</p>
<ul>
<li>Leben und Werk von <strong>Anna Freud</strong> von Roland Besser</li>
<li><strong>Heinz Hartmann</strong> und die moderne Psychoanalyse von Herbert F. Waldhorn</li>
<li>Das Werk von <strong>Melanie Klein</strong> von Ruth Riesenberg</li>
<li><strong>Michael Balint</strong>s Beitrag zur Theorie und Technik der Psychoanalyse von Manon Hoffmeister</li>
<li>Das Werk von <strong>Erick H. Erikson</strong> von Edward C. Adams</li>
<li>Das Werk von <strong>D.W. Winnicott</strong> von M. Masud R. Khan</li>
<li>Das Werk von <strong>Wilhelm Reich</strong> und seinen Nachfolgern von Wolf E. Büntig<br />
<a title=" 37:56 / 1:02:10 Renate Wieser über &quot;Wilhelm Reich und Massenpsychologie des Faschismus&quot;" href="https://www.youtube.com/watch?v=JFPuW-H6nhA" target="_blank">&#8220;Dem Reich hats gereicht&#8221; </a></li>
<li>Die Neo-Psychoanalyse von <strong>Harald Schultz-Hencke</strong> von Esther und Wolfgang Zander</li>
<li>Das psychoanalytische Werk von <strong>Karen Horney</strong>, Harry Stack Sullivan</li>
<li><strong>Erich Fromm</strong> von Gerhard Chrzanowski</li>
</ul>
<p data-aria-label-part="3">Was diese Damen und Herren uns vermacht haben, ist Literatur, was wir mit ihrem Vermächtnis anstellen, unsere Sache. Goethes &#8220;Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen&#8221; könnte hier die Richtung andeuten. Das Interessanteste steht vielleicht zwischen den Zeilen &#8211; selten geht es in dieser Literatur darum, die Phantasie zu beflügeln &#8211; wobei andererseits auch die Kategorie &#8220;psychoanalytischer Roman&#8221; erwähnt sei &#8211; und hat nicht auch Hitchcocks &#8220;Psycho&#8221; etwas mit dem Unbewussten zu tun?</p>
<p data-aria-label-part="3">Im ZEIT-Artikel heißt es eingangs:</p>
<blockquote>
<p data-aria-label-part="3">Verdrängung, Übertragung, Projektion, Ödipus-Komplex, Neurose – Sigmund <a dir="ltr" href="https://twitter.com/hashtag/Freud?src=hash" data-query-source="hashtag_click"><s>#</s><strong>Freud</strong></a> hat unser Vokabular über die Psyche geprägt wie kaum ein anderer. Seine Theorien prägen noch heute <strong>Psychologie</strong>, Soziologie und viele andere Wissenschaften.</p>
</blockquote>
<div>
<h2 lang="de" data-aria-label-part="4">Vaterlosigkeit</h2>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">&#8220;Das Vokabular der Psychoanalyse&#8221; heißt auch ein zweibändiges Nachschlagewerk, das garantiert mehr als fünf Artikel umfasst. Herausgegeben von Alexander Mitscherlich, dessen Beitrag zum Verständnis der Gesellschaft am deutlichsten wohl in seinem <a title="http://docupedia.de/zg/Mitscherlich,_Unf%C3%A4higkeit_zu_trauern" href="http://docupedia.de/zg/Mitscherlich,_Unf%C3%A4higkeit_zu_trauern" target="_blank">Buch </a>„Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft” (1963) bestanden hat &#8211; zum Mangel an Vaterfiguren hatte <a title="https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Federn" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Federn" target="_blank">Paul Federn</a> bereits <a title="https://archive.org/details/Federn_1919_Revolution/page/n13" href="https://archive.org/details/Federn_1919_Revolution/page/n13" target="_blank">1919 </a>publiziert.</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4"><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2018/12/federn-mirabeau.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4912" title="federn-mirabeau" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2018/12/federn-mirabeau.jpg" alt="" width="500" height="300" /></a></p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Nur wenige Tage nach besagtem ZEIT-Artikel erschien beim <a title="https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/dec/26/politics-sigmund-freud-revolutionary-marx?CMP=Share_AndroidApp_Tweet" href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/dec/26/politics-sigmund-freud-revolutionary-marx?CMP=Share_AndroidApp_Tweet" target="_blank">GUARDIAN</a> ein Artikel von Suzanne Moore:</p>
<h3 lang="de" data-aria-label-part="4">If we want a different politics, we need another revolutionary: Freud</h3>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Als Bildunterschrift steht da, Freud zu lesen sei ein Anfang, zu verstehen, wie es zum &#8220;Konzept des modernen Menschen&#8221; gekommen ist. Nach Marx führt &#8220;reflection&#8221; zu streitbaren  Klassen-Beziehungen. Unvereinbare, antagonistische Positionen auf Grundlage des Klassenbewusstseins führen eigentlich zur Revolution &#8211; nicht aber, wenn &#8220;Klassenkampf&#8221; ein Unwort und undenkbar ist.</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Aus Sicht der Linken begeht die &#8220;Arbeitende Klasse&#8221; den Fehler, sich <em>nicht</em> als Klasse wahrzunehmen, nicht zu tun, was die Partei für richtig hält und beschließt. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Unbewussten? Und ist der bei Freud zu finden?</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Ja. Die Sehnsucht nach <strong>Autorität</strong> ist menschlich. Er hat uns über <strong>Narzissmus</strong>, <strong>Repression</strong> und <strong>Nostalgie</strong> aufgeklärt, meint Suzanne Moore, und dass &#8220;patriarchale Gesetze&#8221; (wie) unbewusst durchgewunken werden, könne auch mit der Psychoanalyse erklärt werden.</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">In der Praxis lässt so manche politsche Richtungsentscheidung sich sehr anschaulich  mit &#8220;Nostalgie&#8221; &#8211;   gewissermaßen also psychoanalytisch &#8211; erklären:</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4"><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2018/12/rechtaufarbeit.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4910" title="rechtaufarbeit" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2018/12/rechtaufarbeit.jpg" alt="" width="500" height="250" /></a></p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Im Grundgesetzt ist kein Recht auf Arbeit verankert und keine Partei wird dieses &#8220;ungeschriebene Recht&#8221; durchsetzen. Dass eine politische Leitfigur eine relativ komplexe Alternative zu &#8220;Hartz4&#8243; als &#8220;bezahltes Nichtstun&#8221; abtut, vergrault Wähler*innen &#8211; hier über <strong>unbewusste Motive</strong> nachzudenken oder zu spekulieren: Das</p>
<ul>
<li>gehört sich nicht <img src='http://sketchnet.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>ist schwierig</li>
<li>ist ein weites Feld.</li>
</ul>
<p>Zudem mag es Motive geben, die nur von außen unbewusst wirken, aber einem Schröder, einer Nahles oder einem Kühnert selbst recht bewusst sind. Im politischen Bereich geht es häufig um &#8220;Ideale und Werte&#8221; &#8211; da liegen unbewusste Identifikationen nahe.</p>
</div>
<div>Damals wie heute dauert eine theoretische <a title="Im Trailer einer &quot;Einführung in die Psychoanalyse&quot; von Otto Kernberg zeigt sich, was passiert, wenn zu viel zu verdichtet vermittelt werden soll... " href="https://www.youtube.com/watch?v=JB76SgOhwm4" target="_blank">Einführung </a>in die Psychoanalyse gut und gerne ein, zwei Semester und die sind wohl nur der Anfang &#8211; würde man das &#8220;Bedingungslose Grundeinkommen&#8221; bei einer/em  Analytiker auf die Couch legen, wäre der Erkenntnisgewinn immer noch unter der Bedingung therapeutischer Verschwiegenheit geheim, wobei laut Plan sich beide Seiten während der Behandlung ändern, bessern würden&#8230;<br />
Für unsereins bietet der Zeit-Artikel an, sich über &#8220;Fünf [Kern-] Begriffe aus Freuds Gedankenwelt&#8221; zu unterrichten:</p>
<ul>
<li>Verdrängung</li>
<li>Verschiebung</li>
<li>Schizoides Beziehungsverhalten</li>
<li>Gegenübertragung</li>
<li>Ödipus-Komplex</li>
</ul>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Das kann alles ganz kurzweilig und vielfältig erläutert werden, ist jedoch erst der Anfang der Schulung in psychoanalytischer Theorie &#8211; mehr am Schluss des Artikels findet sich ein Satz, der unsere Aufmerksamkeit verdient:</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4"><strong>&#8220;Sigmund Freud und seinen Schülern zufolge haben wir alle eine narzisstische Seite.&#8221;</strong></p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Ist das wichtig, kann das weg? In der offenbar älteren Systematik der Kernbegriffe hatte &#8220;der Narzissmus&#8221; noch keinen Platz, nun wirkt er wie ein Anhängsel, über dessen Wert sich nicht viel sagen lässt.</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Tobias Hürter illustriert unsere &#8220;narzisstische Seite&#8221; mit der Bemerkung, nie würden die anderen viel  von uns verstehen, immer nur eine Karrikatur mitkriegen.<br />
&#8220;Daher sind wir die ganze Zeit darum bemüht, diese Karikatur zu pflegen, in der Hoffnung, dass die anderen uns doch noch verstehen werden&#8230;&#8221;.</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Wer sich gerade unverstanden fühlt, mag diese Worte als Balsam für die Seele empfinden &#8211; doch hat die Macht der Zuschreibungen durch Andere so viel mit &#8220;Narzissmus&#8221; zu tun? Ist die Erkenntnis, dass Verhalten als Anpassung an Erwartungen interpretiert werden kann, nicht eine Kränkung? Und warum sollten &#8220;<em>wir un</em>s&#8221; einem falschen Zerrbild angleichen, wenn &#8220;<em>wir</em>&#8221; so mit Sicherheit falsch &#8220;gesehen&#8221; werden?</p>
<blockquote>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">&#8220;&#8221;Die der Außenwelt entzogene Libido ist dem Ich zugeführt worden&#8221;, erklärte Freud den Narzissmus.&#8221;</p>
</blockquote>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Bei all der Repression, trotz allem Autoritätsglauben muss ich hier widersprechen: Die Erklärung mit der hin- und hergeschobenen Libido ist keine umfassende Erklärung. Zwar ist eine psychische Energie &#8211; oder auch &#8220;Lebensenergie&#8221; -  anzunehmen &#8211; dabei wird es sich nicht um die Lebensmittel-Kalorien handeln, und die uralte Annahme, wir seien &#8220;beseelt&#8221;, ist für einige Überlegungen &#8220;praktisch&#8221; &#8211; doch damit kann ich noch keinen Narzissmus &#8220;erklären&#8221;, wenn überhaupt.</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Die Massen interessieren sich für Massenereignisse, für Weltmeisterschaften und Wahlen, und außerdem für &#8220;<a title="http://sketchnet.de/mythen/narzissmus-haller-narzissmusfalle" href="http://sketchnet.de/mythen/narzissmus-haller-narzissmusfalle" target="_blank">Narzissmus</a>&#8221; &#8211; wobei sich lange Zeit auch ohne die psychologische Kategorie &#8220;Narziss-<strong>mus</strong>&#8220;,  diesen &#8220;-ismus&#8221; auf Basis eines Mythos über einen eigenartigen Jüngling leben ließ.</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Doch es scheint, als habe der Narzissmus dem Ödipus-Komplex den Rang als psychoanalytisch zentralter Begriff abgelaufen. Allerdings:</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Der Begriff wird in einem großen Bedeutungsbereich verwendet &#8211; das reicht von gesunder Selbstliebe über milde Selbstverliebtheit, Egoismus, Egomanie und pathologischem Narzissmus bis hin zu Psychopathie. Eine derartige begriffliche Unschärfe kann kaum im Sinne des Erfinders liegen &#8211; vielleicht hatte FREUD einen Begriff erschaffen, der wenig taugt?</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Von der Begriffs-<a title="https://www.pep-web.org/document.php?id=jppf.006.0001a" href="https://www.pep-web.org/document.php?id=jppf.006.0001a" target="_blank">Einführung</a> an bis zur Verwendung in der &#8220;<a title="https://de.wikipedia.org/wiki/Massenpsychologie_und_Ich-Analyse" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Massenpsychologie_und_Ich-Analyse" target="_blank">Massenpychologie</a>&#8221; hatte <strong>der erfundene</strong>, also auch nicht wiederentdeckte <strong>Begriff</strong> sich ständig gewandelt und, &#8220;passend gemacht&#8221;, als  nützlich erwiesen.</p>
<div>Weil &#8220;Narzissmus&#8221; so vieles erklärt, zumindest benennt im Sinne von &#8220;etikettiert&#8221;, ist der Begriff häufig unverzichtbar geworden &#8211; um das &#8220;Gegenstück&#8221;, den &#8220;universellen Ödipuskomplex&#8221;, wird es leiser.</div>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Für Letzteren lässt sich sagen, dass das zugrunde liegende Drama um das Rätsel der Sphinx, Vatermord und Heirat der Mutter von <strong>Sophokles</strong> stammt &#8211; es wird auch im hier und jetzt gelegentlich zur Aufführung gebracht.</p>
<p lang="de" data-aria-label-part="4">Beim &#8220;Narzissmus&#8221; gibt es kein entsprechendes Drama &#8211; wir begügen uns mit der verkürzten Darstellung eines Mythos, denn das Bild des Jünglings an der Quelle, der sich unsterblich in sein Spiegelbild verliebt, es nicht greifen kann und stirbt, scheint unmittelbar einzuleuchten, jedenfalls auszureichen. Dass es kein eigenständiges Narziss-Drama gibt, sondern &#8220;nur&#8221; einen in ein Gesamtkunstwerk (die Metamorphoden des OVID) mehrfach verwobenen Mythos, sollte uns bewusst sein: Das Gewebe ist mehr als die Summe der Fasern <img src='http://sketchnet.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dass FREUD nie den OVID genannt hat, lag wohl nicht an seinem Nicht-Wissen, sondern an der narzisstischen Kränkung durch ein Werk, das das ganze &#8220;Panoptikum des Unbewussten und Geheimen&#8221; freimütig, dezidiert und systematisch ausgebreitet hatte.<br />
Unser Verhältnis zu den <a title="http://sketchnet.de/mythen/klassiker" href="http://sketchnet.de/mythen/klassiker" target="_blank">Klassikern</a> spiegelt die Art, wie diese uns vermittelt worden sind. Unsere Beziehung zur Überlieferung erscheint wie gekappt &#8211; wo sich niemand auf die Überlieferung und deren Quellen (mehr) bezieht, herrscht kulturelle Dürre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*</p>
<address>Übersicht:</address>
<address><strong><em><a title="Zur Übersicht " href=" http://sketchnet.de/narzissmus/ovid-der-narziss-komplex-episoden" target="_blank">Ovid, Der Narzissmus-Komplex, Episoden</a></em></strong></address>
<address> </address>
<p>*</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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		<title>Persönlichkeitsstörung &#8211; aber eine neue Persönlichkeit wird es nicht geben</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Feb 2014 23:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal wieder ein Beitrag, der komplett in englischer Sprache ist; Great advices in this interview for my own close family and about 5 billion other people including myself. So ein Kommentr zum folgenden Interview: &#160; Eigentlich finde ich das Video &#8230; <a href="http://sketchnet.de/mythen/narzissmus-mythen/personlichkeitsstorung-aber-eine-neue-personlichkeit-wird-es-nicht-geben">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder ein Beitrag, der komplett in englischer Sprache ist;</p>
<div>
<blockquote>
<div>Great advices in this interview for my own close family and about 5 billion other people including myself.</div>
</blockquote>
</div>
<p>So ein Kommentr zum folgenden Interview:<span id="more-1361"></span></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Eigentlich finde ich das Video</p>
<h1 id="watch-headline-title" class="yt"><span id="eow-title" class="watch-title long-title yt-uix-expander-head" title="Unmasking Narcissists, Psychopaths, and Their Abuse with RUTH JACOBS in CAMBRIDGE, UK (In the Booth)" dir="ltr">Unmasking Narcissists, Psychopaths, and Their Abuse with RUTH JACOBS in CAMBRIDGE, UK (In the Booth) </span></h1>
<p>ja viel zu glatt; sehenswert ist es aber allemal.</p>
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