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	<title>sketchnet &#187; I-Ging</title>
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	<description>Entwürfe, Ideen, Konzepte</description>
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		<title>64 &#8211; WE DSI &#8211; VOR DER VOLLENDUNG</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/64-we-dsi-vor-der-vollendung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-88" title="64-we-dsi-vor-der-vollendung" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/64-we-dsi-vor-der-vollendung.jpg" alt="" width="550" height="185" /></a></p>
<p>Es ist in dem Zeichen die Zeit angedeutet, da der Übergang aus der Unordnung zur Ordnung noch nicht vollendet ist. Der Umschwung ist zwar schon vorbereitet, indem alle Striche des oberen Trigramms zu denen des unteren in Beziehung stehen. Aber sie sind noch nicht auf ihrem Platz. Während das vorige Zeichen dem Herbst gleicht, der den Übergang vom Sommer zum Winter bildet, ist dieses Zeichen wie der Frühling, der aus der Stockungszeit des Winters in die fruchtbare Zeit des Sommers führt.</p>
<p>Mit diesem hoffnungsvollen Ausblick schließt das Buch der Wandlungen ab.</p>
<blockquote><p><span id="more-302"></span><strong>Das Urteil</strong></p>
<p>Vor der Vollendung. Gelingen. Wenn aber der kleine Fuchs, wenn er beinahe den Übergang vollendet hat, mit dem Schwanz ins Wasser kommt, dann ist nichts, das fördernd wäre.</p>
<p>Die Verhältnisse sind schwierig. Die Aufgabe ist groß und verantwortungsvoll. Es handelt sich um nichts Geringeres, als die Welt aus der Verwirrung in die Ordnung zurückzuführen. Dennoch ist es eine Aufgabe, die Erfolg verheißt, da ein Ziel vorhanden ist, das die auseinanderstrebenden Kräfte zu vereinigen vermag Nur muß man zunächst noch leise und behutsam vorgehen. Man muß vorgehen wie ein alter Fuchs, der übers Eis geht. In China ist die Vorsicht des Fuchses, wenn er über Eis geht, sprichwörtlich. Er horcht stets auf das Krachen und sucht sich sorgfältig und umsichtig die sichersten Stellen aus. Ein junger Fuchs, der diese Vorsicht noch nicht kennt, geht kühnlich drauflos, und da es vorkommen, daß er hineinfällt, wenn er beinahe schon über das Wasser ist, und seinen Schwanz naß macht. Dann war natürlich die ganze Mühe vergeblich. Dementsprechend ist in Zeiten vor der Vollendung Überlegung und Vorsicht die Grundbedingung des Erfolges.</p>
<p><strong>Das Bild</strong><br />
Das Feuer ist oberhalb des Wassers: das Bild des Zustands vor dem Übergang. So ist der Edle vorsichtig in der Unterscheidung der Dinge, damit jedes auf seinen Platz kommt.</p>
<p>Wenn das Feuer, das ohnehin nach oben dringt, oben und das Wasser, dessen Bewegung abwärts geht, unten ist, so gehen ihre Wirkungen auseinander und bleiben ohne Beziehung. Will man eine Wirkung erreichen, so muß man erst erforschen, was die Natur der in Betracht kommenden Kräfte und welches der ihnen zukommende Platz ist. Bringt man die Kräfte an der rechten Stelle zum Einsatz, so haben sie die gewünschte Wirkung, und die Vollendung wird erreicht. Um aber die äußeren Kräfte richtig handhaben zu können, ist es vor allem nötig, daß man selbst den richtigen Standpunkt einnimmt. Denn nur von da aus kann man richtig wirken.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p>Anfangs eine Sechs bedeutet:<br />
Er kommt mit dem Schwanz ins Wasser. Beschämend.</p>
<p>In Zeiten der Unordnung ist es verlockend, sich möglichst rasch vorzudrängen, um etwas Sichtbares zu leisten. Aber diese Begeisterung führt zu nichts als Mißerfolg und Beschämung, solange die Zeit noch nicht gekommen ist, etwas zu wirken. In dieser Zeit ist es klug, wenn man sich durch Zurückhaltung den Schimpf des Mißlingens erspart. (Man beachte den Unterschied der Situation vom ersten Strich des vorigen Zeichens.)</p>
<p>Neun auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Er hemmt seine Räder. Beharrlichkeit bringt Heil.</p>
<p>Auch hier ist die Zeit zum Handeln noch nicht gekommen. Aber die Geduld, die vonnöten ist, darf nicht ein träges Warten sein, das in den Tag hineinlebt. Das würde dauernd zu keinem Erfolg führen. Sondern man muß in sich die Kraft ausbilden, die einen befähigt voranzukommen. Man muß gleichsam einen Wagen haben, um den Übergang zu vollziehen. Aber man muß ihn noch hemmen. Geduld im höchsten Sinn ist gehemmte Kraft. Daher darf man nicht einschlafen und das Ziel aus dem Auge verlieren. Wenn man stark und beständig in seinem Entschluß bleibt, dann geht schließlich alles gut.</p>
<p>Sechs auf drittem Platz bedeutet:<br />
Vor der Vollendung bringt Angriff Unheil. Fördernd ist es, das große Wasser zu durchqueren.</p>
<p>Die Zeit des Übergangs ist da. Aber man hat nicht die Kraft, den Übergang zu vollenden. Wollte man versuchen, ihn zu erzwingen, so wäre das unheilvoll eben weil dann der Zusammenbruch unvermeidlich wäre. Was ist aber zu tun? Man muß eine neue Lage schaffen, man muß die Kräfte tüchtiger Gehilfen heranziehen und mit ihnen gemeinsam den entscheidenden Schritt tun &#8211; das große Wasser durchqueren. Dann wird die Vollendung möglich werden.</p></blockquote>
<p>Letztlich wird man als Solist keine großen Veränderungen erreichen, auch wenn es &#8220;nur&#8221; darum geht, disfunktionale Gewohnheiten abzulegen.</p>
<blockquote><p>Neun auf viertem Platz bedeutet:<br />
Beharrlichkeit bringt Heil. Reue schwindet. Erschütterung, um das Teufelsland zu züchtigen. Drei Jahre lang gibt es Belohnung mit großen Reichen.</p>
<p>Nun ist die Zeit des Kampfes. Der Übergang muß vollzogen werden. Man muß sich in seinem Entschluß ganz stark machen das bringt Heil. Alle Bedenken, die einem in solch ernsten Kampfzeiten aufsteigen können, müssen schweigen. Es gilt einen heißen Kampf, das Teufelsland, die Mächte des Zerfalls zu erschüttern und zu züchtigen. Aber der Kampf hat auch seinen Lohn. Jetzt ist die Zeit, Grundlagen der Macht und Herrschaft zu legen für die Zukunft.</p></blockquote>
<p>Zentrales Element dieser Linie ist der Kampf. &#8220;Persönliche Integrität ist, je nach persönlicher Disposition, immer ein mehr oder weniger harter Kampf gegen eigene Schwächen.&#8221;  (<a href="http://www.no2do.com/hexagramme/878787.htm" target="_blank">no2do.com</a>)</p>
<blockquote><p><strong>o</strong> Sechs auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Beharrlichkeit bringt Heil. Keine Reue. Das Licht des Edlen ist wahrhaftig. Heil!</p>
<p>Der Sieg ist errungen. Die Kraft der Beständigkeit ist nicht zuschanden geworden. Es ist alles gut gegangen. Alle Bedenken sind überwunden. Der Erfolg hat die Tat gerechtfertigt. Aufs neue strahlt das Licht einer edlen Persönlichkeit und setzt sich durch unter Menschen, die daran glauben und sich darum sammeln. Die neue Zeit und mit ihr das Heil ist da. Und wie die Sonne nach dem Regen doppelt schön erstrahlt oder der Wald nach einem Brandt aus den verkohlten Trümmern mit vermehrter Frische grünt, so hebt sich die neue Zeit vom Elend der alten um So glänzender ab.</p>
<p>Oben eine Neun bedeutet:<br />
In wahrem Vertrauen trinkt man Wein. Kein Makel. Wenn man aber sein Haupt naß macht, so verliert man das in Wahrheit.</p>
<p>Vor der Vollendung an der Grenze der neuen Zeit ist man im vollen gegenseitigen Vertrauen mit den Seinen zusammen und verbringt die Zeit des Wartens beim Wein. Da die neue Zeit schon unmittelbar vor der Tür steht, ist das kein Makel. Nur muß man dabei auf das rechte Maß bedacht sein. Wenn man sich den Kopf im Übermut begießt, so verliert man die günstige Läge durch Unmäßigkeit. Bemerkung: Wie das Zeichen «Nach der Vollendung» den allmählichen Übergang aus der Zeit des Aufstiegs über die Kulturhöhe zur Stockungszeit darstellt, so stellt das Zeichen «Vor der Vollendung» den Übergang aus dem Chaos zur Ordnung dar. Dieses Zeichen steht am Ende des Buchs der Wandlungen. Es weist darauf hin, daß in jedem Ende ein neuer Anfang liegt. So gibt es den Menschen Hoffnung. Das Buch der Wandlungen ist ein Buch der Zukunft.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Übersicht - die 64 Zeichen des I-Ging" href="http://sketchnet.de/i-ging">Übersicht</a></p>
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		<title>63 &#8211; GI DSI &#8211; NACH DER VOLLENDUNG</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/63-gi-dsi-nach-der-vollendung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-150" title="63-gi-dsi-nach-der-vollendung" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/63-gi-dsi-nach-der-vollendung.jpg" alt="" width="550" height="178" /></a></p>
<p>Das Zeichen ist die Ausgestaltung des Zeichens Tal, der Friede (Nr. 11). Der Übergang aus der Verwirrung zur Ordnung ist vollzogen, und nun ist auch im einzelnen alles auf seinem Platz. Die starken Linien sind auf den starken, die schwachen Linien sind auf den schwachen Plätzen. Das ist ein sehr günstiger Aspekt. Allein er gibt doch zu denken. Gerade wenn das vollkommene Gleichgewicht erreicht ist, kann jede Bewegung dazu führen, daß aus dem Zustand der Ordnung wieder der Zerfall entsteht. Dem einen starken Strich, der nach oben gegangen ist und so die Ordnung im einzelnen vollkommen gemacht hat, folgen die anderen ihrer Natur entsprechend nach, und so entsteht dann plötzlich wieder das Zeichen Pi, die Stockung (Nr. 12). So deutet das Zeichen auf die Verhältnisse eines Höhepunktes, die äußerste Vorsicht nötig machen.</p>
<blockquote><p><span id="more-300"></span><strong>Das Urteil</strong><br />
Gelingen im Kleinen. Fördernd ist Beharrlichkeit. Im Anfang Heil, am Ende Wirren.</p>
<p>Der Übergang von der alten in die neue Zeit ist schon vollzogen. Prinzipiell ist alles schon geregelt. Nur noch im einzelnen läßt sich Erfolg erzielen. Dabei kommt es jedoch darauf an, daß man stets die rechte Gesinnung wahrt. Es geht alles seinen Gang wie von selbst. Das verführt zu leicht dazu, daß man in seiner Anspannung erlahmt und die Dinge laufen läßt, ohne sich im einzelnen darum zu kümmern. Diese Gleichgültigkeit ist aber die Wurzel allen Übels. Aus ihr entspringen mit Notwendigkeit Verfallserscheinungen. Hier ist die Regel aufgestellt, wie es in der Geschichte zu gehen pflegt. Aber diese Regel ist kein unausweichliches Gesetz. Wer sie versteht, der vermag durch unausgesetzte Beständigkeit und Vorsicht ihre Wirkungen zu vermeiden.</p></blockquote>
<p>Was die Ursache der Übel der Welt betrifft, kann man tatsächlich Seminare veranstalten, und viele Gelehrte werden viele &#8220;Lösungen&#8221; finden oder anbieten. Hier ist die Gleichgültigkeit, das Desinteresse, genannt &#8211; wahrscheinlich zu Recht.</p>
<blockquote><p><strong>Das Bild</strong></p>
<p>Das Wasser ist oberhalb des Feuers: das Bild des Zustands nach der Vollendung. So bedenkt der Edle das Unglück und rüstet sich im voraus dagegen.</p>
<p>Wenn das Wasser im Kessel über dem Feuer hängt, so stehen beide Elemente in Beziehung, und es wird dadurch Kraft erzeugt. (Vgl. die Entstehung des Dampfes.) Allein die dadurch entstehende Spannung gebietet Vorsicht. Läuft das Wasser über, so wird das Feuer ausgelöscht, und seine Kraftwirkung geht verloren. Ist die Hitze zu groß, so verdampft das Wasser und geht in die Luft. Die Elemente, die hier in Beziehung zueinander stehen und so Kraft wirken, sind an sich einander feindlich. Nur die äußerste Vorsicht kann Schaden verhüten. So gibt es auch im Leben Verhältnisse, da alle Kräfte ausgeglichen sind und zusammenwirken und daher scheinbar alles in bester Ordnung ist. Der Weise allein erkennt in solchen Zeiten die Momente der Gefahr und weiß durch rechtzeitige Vorkehrungen sie zu bannen.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p>Anfangs eine Neun bedeutet:<br />
Er hemmt seine Räder. Er kommt mit dem Schwanz ins Wasser. Kein Makel.</p>
<p>In Zeiten nach einem großen Übergang ist alles auf Fortschritt und Entwicklung aus und drängt voran. Aber dieses Vorwärtsdrängen zu Beginn ist nicht gut und führt sicher zu Verlust und Sturz indem man über das Ziel hinausschießt. Ein starker Charakter läßt sich daher durch den allgemeinen Schwindel nicht anstecken, sondern hemmt rechtzeitig seinen Lauf. So wird er wohl nicht ganz unberührt bleiben von den unheilvollen Folgen des allgemeinen Drängens, aber es trifft ihn nur von hinten wie einen Fuchs, der das Wasser schon überschritten hat und nur noch mit dem Schwanz ins Wasser kommt, und kann ihm nicht wesentlich schaden, da sein, Verhalten das Richtige getroffen hat.</p>
<p><strong>o</strong> Sechs auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Die Frau verliert ihren Wagenvorhang. Lauf ihm nicht nach. Am siebenten Tag bekommst du ihn.</p>
<p>Wenn eine Frau im Wagen fuhr, hatte sie einen Vorhang, der sie den Blicken der Neugierigen verbarg. Kam dieser Vorhang abhanden, so wäre es gegen die gute Sitte gewesen, weiterzufahren. Auf das öffentliche Leben übertragen bedeutet es, daß einem, wenn man etwas leisten will, von maßgebender Seite nicht das Vertrauen entgegengebracht wird, dessen man sozusagen zu seinem persönlichen Schutz bedarf. Gerade in Zeiten nach der Vollendung kann man finden, daß die Herrschenden stolz und selbstbewußt werden und sich nicht mehr darum kümmern, unbekannten Talenten mit Aufmerksamkeit entgegenzukommen. Hieraus entsteht nun in der Regel die Streberei. Wenn einem von oben her kein Vertrauen entgegengebracht wird, so sucht man Mittel und Wege, um es zu finden und sich ans Licht zu bringen. Von einem solchen unwürdigen Verfahren wird jedoch abgeraten. «Such nicht danach.» Wirf dich nicht an die Außenwelt weg, sondern warte ruhig und bilde selbständig deinen persönlichen Wert aus. Die Zeiten ändern sich. Sind die sechs Stufen des Zeichens vorüber, so kommt die neue Ära. Was einem gehört, kann man nicht auf die Dauer verlieren. Es kommt ganz von selbst zu einem. Man muß nur warten können.</p>
<p>Neun auf drittem Platz bedeutet:<br />
Der hohe Ahn züchtigt das Teufelsland. Nach drei Jahren überwindet er es. Gemeine darf man nicht verwenden.</p>
<p>Der Hohe Ahne ist der dynastische Titel des Herrschers Wu Ding aus der Yin-Dynastie. Nachdem er mit starker Hand die Zustände im Reich geordnet hatte, führte er langwierige Kolonialkriege zur Unterwerfung der von Hunnen bewohnten nördlichen Grenzgebiete, aus denen dauernd Einfälle drohten. Die Situation, die gezeichnet ist, ist die, daß nach Zeiten der Vollendung, wenn eine neue Macht aufgekommen und im Innern alles in Ordnung ist, mit einer gewissen Notwendigkeit die koloniale Expansion beginnt. Hierbei ist in der Regel mit langwierigen Kämpfen zu rechnen. Aber dabei ist eine richtige Kolonialpolitik besonders wichtig. Man darf die sauer erworbenen Gebiete nicht als eine Versorgungsanstalt betrachten für Menschen die sich in der Heimat irgendwie unmöglich gemacht haben, aber für die Kolonien noch gerade gut genug sind. Dadurch verdirbt man von vornherein jeden Erfolg. Das gilt im Großen wie im Kleinen; denn nicht nur aufsteigende Staaten treiben Kolonialpolitik. Jeder aufstrebenden Unternehmung liegen der Trieb nach Expansion und die damit verbundenen Gefahren nahe.</p>
<p>Sechs auf viertem Platz bedeutet:<br />
Die schönsten Kleider geben Lumpen. Den ganzen Tag sei vorsichtig.</p>
<p>In Zeiten der Kulturblüte kommen immer zuweilen Erschütterungen vor, die einen inneren Schaden der Gesellschaft aufdecken und dann zunächst allgemeines Aufsehen erregen. Da jedoch die allgemeine Lage günstig ist, lassen sich solche Schäden unschwer flicken und vor der Öffentlichkeit verheimlichen. Dann verschwindet wieder alles aus dem Gedächtnis, und es sieht so aus, als herrschte eitel Friede. Dem Denkenden jedoch sind solche Vorfälle ernste Winke, die er nicht vernachlässigt. Nur dadurch kann man die üblen Folgen abwenden.</p>
<p>Neun auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Der Nachbar im Osten, der einen Ochsen schlachtet, bekommt nicht soviel wirkliches Glück wie der Nachbar im Westen mit seinem kleinen Opfer.</p>
<p>Auch die religiöse Haltung wird durch die seelische Stimmung in Zeiten nach der Vollendung beeinflußt. An Stelle der einfachen alten Formen tritt bei den Gottesdiensten immer reichere Ausgestaltung und immer größerer äußerer Prunk. Aber dieser Prachtentfaltung fehlt der innere Ernst. Menschliche Willkür tritt an die Stelle des gewissenhaften Innehaltens des göttlichen Willens. Aber während der Mensch sieht, was vor Augen ist, sieht Gott das Herz an. Darum ruht nicht soviel Segen auf dem mächtigen, aber kalten Gottesdienste, wie auf einem einfachen, frommen Opfer ruht.</p>
<p>Oben eine Sechs bedeutet:<br />
Er kommt mit dem Haupt ins Wasser. Gefahr.</p>
<p>Hier ist zum Schluß nochmals eine Warnung beigefügt. Nach dem Übergang über ein Wasser kann man nur dann mit dem Kopf ins Wasser kommen, wenn man sich leichtsinnig wieder dem Wasser zuwendet. Solange man vorwärts schreitet und nicht zurücksieht, entgeht man dieser Gefahr. Allein es liegt etwas Verlockendes darin, stehenzubleiben und auf die überwundene Gefahr zurückzublicken. Solche eitle Selbstbespiegelung bringt aber kein Glück. Man gerät dadurch in Gefahr, und wenn man sich nicht noch entschließt, unaufhaltsam fortzuschreiten, so fällt man dieser Gefahr zum Opfer.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Übersicht - die 64 Zeichen des I-Ging" href="http://sketchnet.de/i-ging">Übersicht</a></p>
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		<title>62 SIAU GO &#8211; DES KLEINEN ÜBERGEWICHT</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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		<description><![CDATA[Während bei dem Zeichen «Des Großen Übergewicht» (Nr. 28) die starken Striche im Übergewicht sind, und zwar innen, eingeschlossen zwischen die beiden Striche zu Anfang und zu Ende, sind hier die schwachen Striche im Übergewicht, ebenfalls außen, während die starken &#8230; <a href="http://sketchnet.de/i-ging/62-siau-go-des-kleinen-uebergewich">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/62-siau-go-des-kleinen-uebergewicht.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-149" title="62-siau-go-des-kleinen-uebergewicht" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/62-siau-go-des-kleinen-uebergewicht.jpg" alt="" width="550" height="166" /></a></p>
<p>Während bei dem Zeichen «Des Großen Übergewicht» (Nr. 28) die starken Striche im Übergewicht sind, und zwar innen, eingeschlossen zwischen die beiden Striche zu Anfang und zu Ende, sind hier die schwachen Striche im Übergewicht, ebenfalls außen, während die starken innen sind. Darauf beruht eben der Ausnahmezustand. Sind die starken Striche außen, so haben wir die Zeichen I, Ernährung, und Dschung Fu, Innere Wahrheit, die beide nicht Ausnahmezustände bezeichnen. Wenn die Starken innen im Übergewicht sind, so müssen sie sich durchsetzen. Das schafft Kampf und Ausnahmezustände im Großen. Hier dagegen muß notgedrungen das Schwache die Vertretung nach außen übernehmen. Wenn man an einem entscheidenden Platz steht, dem man seinem Wesen nach eigentlich nicht gewachsen ist, so ist außerordentliche Vorsicht nötig.<span id="more-298"></span></p>
<blockquote>
<div>
<strong>Das Urteil</strong><br />
Des Kleinen Übergewicht. Gelingen. Fördernd ist Beharrlichkeit. Man mag kleine Dinge tun, man soll nicht große Dinge tun. Der fliegende Vogel bringt die Botschaft: Es ist nicht gut, nach oben zu streben, es ist gut, unten zu bleiben. Großes Heil!</p>
<p>Außerordentliche Bescheidenheit und Gewissenhaftigkeit wird sicher von Erfolg belohnt werden, nur ist es wichtig, daß sie nicht leere Formel und kriechendes Wesen werden, sondern mit der rechten Würde im persönlichen Auftreten verbunden bleiben, so daß man sich nicht wegwirft. Man muß verstehen, was die Forderungen der Zeit sind, um die rechte Ergänzung für die Mängel und Schäden der Zeit zu finden. Immerhin darf man sich nicht auf große Erfolge gefaßt machen, da dazu die nötige Stärke fehlt. Darum ist die Botschaft so wichtig, nicht nach hohen Dingen zu streben, sondern sich zu den niedrigen zu halten. Daß diese Botschaft durch einen Vogel gebracht wird, ergibt sich aus der Gestalt des Zeichens. Die vier starken, schweren Striche im Innern, die nur von zwei schwachen Strichen außen gestützt werden bei Da Go, Nr. 28, geben das Bild des lastenden Firstbalkens. Hier sind die tragenden leichten Striche außen und in der Überzahl; das gibt das Bild des schwebenden Vogels. Aber der Vogel soll sich nicht überheben und in die Sonne fliegen wollen, sondern sich herablassen auf die Erde, wo sein Nest ist. Damit gibt er die Botschaft, die das Zeichen verkündet.</p>
<p><strong>Das Bild</strong><br />
Auf dem Berg ist der Donner: das Bild von des Kleinen Übergewicht. So legt der Edle im Wandel das Übergewicht auf die Ehrerbietung, bei Trauerfällen legt er das Übergewicht auf die Trauer, bei seinen Ausgaben legt er das Übergewicht auf die Sparsamkeit.</p>
<p>Der Donner auf dem Berge ist anders als der in der Ebene. In den Bergen ist der Donner viel näher, während er außerhalb der Gebirge weniger hörbar ist als der Donner eines gewöhnlichen Gewitters. So entnimmt der Edle diesem Bild die Aufforderung, in allen Dingen die Pflicht näher und unmittelbarer ins Auge zu fassen als die Menschen des Alltags, obwohl infolge davon sein Betragen von außen her gesehen kleinlich erscheinen könnte. Er nimmt es besonders genau mit seinen Handlungen. Bei Trauerfällen steht ihm die innere Ergriffenheit weit näher als. äußerer Formelkram, und so ist er bei Aufwendungen für seine eigene Person außerordentlich einfach und anspruchslos. Dieses alles bewirkt, daß er den Menschen der Masse gegenüber eine Ausnahmeerscheinung ist. Aber das Wesen dieser Ausnahme liegt darin, daß sie nach außen hin auf der Seite des Geringen sich beendet.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p>Anfangs eine Sechs bedeutet:<br />
Der Vogel kommt durch Fliegen ins Unheil.</p>
<p>Der Vogel soll zunächst im Nest bleiben, bis er flügge ist. Will er vorher fliegen, so zieht er sich Unheil zu. Außerordentliche Maßnahmen dürfen erst getroffen werden, wenn es nicht mehr anders geht. Zunächst muß man sich so lange als möglich ins Herkömmliche fügen, sonst verbraucht man sich und seine Kraft und erreicht doch nichts.</p>
<p><strong>o</strong> Sechs auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Sie geht an ihrem Ahnherrn vorbei und trifft die Ahnfrau. Er erreicht nicht seinen Fürsten und trifft den Beamten. Kein Makel.</p>
<p>Zwei Ausnahmefälle sind hier genannt: Im Ahnentempel, wo Generationenwechsel stattfindet, steht der Enkel auf derselben Seite wie der Großvater; darum hat er zu ihm die nächsten Beziehungen. Hier ist die Frau des Enkels gezeichnet, die beim Opfer am Ahnherrn vorübergeht und sich der Ahnfrau zuwendet. Dieses außerordentliche Verhalten ist aber ein Ausdruck ihrer Bescheidenheit. Sie wagt es eher, vor die Ahnfrau zu treten, der sie sich durch ihr Geschlecht verwandt fühlt, darum ist dieses Abweichen von der Regel kein Fehler. Ein anderes Bild ist das des Beamten, der zunächst ordnungsgemäß bei seinem Fürsten Audienz sucht. Wenn er ihn aber nicht trifft, sucht er nichts mit Gewalt zu erzwingen, sondern findet sich in gewissenhafter Pflichterfüllung zurecht, indem er sich einreibt in die Zahl der Beamten. Auch diese außerordentliche Zurückhaltung ist in Ausnahmezeiten kein Fehler. (Als Regel gilt, daß jeder Beamte zunächst eine Audienz bei seinem Fürsten hat, durch den er angestellt wird. Hier geht die Anstellung von dem Minister aus.)</p>
<p>Neun auf drittem Platz bedeutet:<br />
Wenn man sich nicht außerordentlich vorsieht, so kommt etwa einer von hinten und schlägt einen. Unheil!</p>
<p>Zuzeiten ist außerordentliche Vorsicht unbedingt nötig. Aber gerade in solchen Lebenslagen gibt es gerade und starke Persönlichkeiten, die im Bewußtsein ihres guten Rechts es verschmähen, sich vorzusehen, weil sie das für kleinlich halten. Vielmehr gehen sie stolz und unbekümmert ihre Straße. Aber dieses Selbstvertrauen täuscht sie. Es gibt Gefahren, die aus dem Hinterhalt sich nahen und denen sie nicht gewachsen sind. Immerhin handelt es sich um eine Gefahr, der man nicht unbedingt ausgesetzt ist, sondern die sich vermeiden läßt, wenn man die Zeitlage versteht, die eine Hinwendung auf das Kleine, Unbedeutende in außerordentlicher Weise verlangt.</p>
<p>Neun auf viertem Platz bedeutet:<br />
Kein Makel. Ohne vorbeizugehen, trifft er ihn. Hingehen bringt Gefahr. Man muß sich hüten. Handle nicht. Sei dauernd beharrlich.</p>
<p>Die Härte des Charakters ist durch die Weichheit der Stellung gemildert, so daß man keinen Fehler macht. Man beendet sich in einer Lage, da man sich aufs äußerste zurückhalten muß. Man darf von sich aus nichts unternehmen, um das Gewünschte zu treffen. Und wenn man hingehen wollte, um gewaltsam sein Ziel zu erreichen, so käme man in Gefahr. Darum muß man sich hüten und nicht handeln, sondern dauernd die innere Beharrlichkeit wahren.</p>
<p><strong>o</strong> Sechs auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Dichte Wolken, kein Regen von unserm westlichen Gebiet. Der Fürst schießt und trifft jenen in der Höhle.</p>
<p>Da hier ein hoher Platz ist, ist aus dem Bild des fliegenden Vogels das der fliegenden Wolken geworden. Aber ob die Wolken auch noch so dicht sind, sie fliegen am Himmel dahin und spenden keinen Regen. So kann in außerordentlichen Zeiten wohl ein geborener Herrscher da sein, der berufen wäre, die Welt in Ordnung zu bringen, aber er vermag nichts auszurichten und dem Volk seinen Segen nicht zuzuwenden, weil er allein steht und keinen Gehilfen hat. In solchen Zeiten muß man nach Gehilfen suchen, mit denen zusammen man das Werk vollbringen kann. Aber diese Gehilfen muß man bescheiden in der Verborgenheit suchen, in die sie sich zurückgezogen haben. Nicht auf Berühmtheit und großen Namen kommt es an, sondern auf wirkliche Leistungen. Durch solche Bescheidenheit Endet man den rechten Mann und vermag das außerordentliche Werk trotz aller Schwierigkeit zu vollenden.</p>
<p>Oben eine Sechs bedeutet:<br />
Ohne ihn zu treffen, geht er an ihm vorbei. Der fliegende Vogel verläßt ihn. Unheil! Das bedeutet Unglück und Schaden.</p>
<p>Wenn man über das Ziel hinausschießt, So kann man es nicht treffen. Wenn der Vogel nicht in sein Nest will, sondern immer höher hinaus, so fällt er schließlich dem Jäger ins Netz. Wer in Zeiten des Außerordentlichen im Kleinen nicht haltzumachen weiß, sondern unruhig immer weiter will, der zieht sich Unheil durch Götter und Menschen zu, weil er sich von der Naturordnung entfernt.</p>
</div>
</blockquote>
<p><a title="Übersicht - die 64 Zeichen des I-Ging" href="http://sketchnet.de/i-ging">Übersicht</a></p>
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		<title>61 &#8211; DSCHUNG FU &#8211; INNERE WAHRHEIT</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:13:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[innere Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Über dem See weht der Wind und bewegt die Oberfläche des Wassers. So zeigen sich sichtbare Wirkungen des Unsichtbaren. Das Zeichen besteht oben und unten aus festen Strichen, während es in der Mitte frei ist. Das deutet auf die Freiheit &#8230; <a href="http://sketchnet.de/i-ging/61-dschung-fu-innere-wahrheit">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/61-dschung-fu-innere-wahrheit.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-148" title="61-dschung-fu-innere-wahrheit" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/61-dschung-fu-innere-wahrheit.jpg" alt="" width="550" height="167" /></a></p>
<p>Über dem See weht der Wind und bewegt die Oberfläche des Wassers. So zeigen sich sichtbare Wirkungen des Unsichtbaren. Das Zeichen besteht oben und unten aus festen Strichen, während es in der Mitte frei ist. Das deutet auf die Freiheit des Herzens von Voreingenommenheiten, so daß es Fähig ist zur Aufnahme der Wahrheit. Die beiden Teilzeichen haben umgekehrt in der Mitte einen festen Strich. Das deutet auf die Kraft der inneren Wahrheit in ihren Wirkungen.<br />
Die Eigenschaften der Teilzeichen sind: oben Sanftheit, Nachgiebigkeit gegen die Unteren, unten Fröhlichkeit im Gehorsam gegen die Oberen. Solche Zustände schaffen die Grundlage eines gegenseitigen Vertrauens, das Erfolge ermöglicht.<br />
Das Zeichen Fu (Wahrheit) ist eigentlich das Bild eines Vogelfußes über einem Jungen. Es enthält die Idee des Brütens. Das Ei ist hohl. Die Kraft des Lichten muß belebend von außen wirken. Aber es muß doch schon ein Keim des Lebens im Innern sein, damit das Leben geweckt werden kann. Es lassen sich weitgehende Spekulationen an diese Gedanken knüpfen.<span id="more-296"></span></p>
<blockquote>
<div><strong>Das Urteil</strong><br />
Innere Wahrheit. Schweine und Fische. Heil! Fördernd ist es, das große Wasser zu durchqueren. Fördernd ist Beharrlichkeit.Schweine und Fische sind die ungeistigsten und daher am schwersten zu beeinflussenden Tiere. Die Kraft der inneren Wahrheit muß einen hohen Grad erreicht haben, ehe sich ihr Einfluß auch auf solche Wesen erstreckt. Wenn man solchen widerspenstigen, schwer zu beeinflussenden Menschen gegenübersteht, beruht das ganze Geheimnis des Erfolgs darauf, daß man den richtigen Weg findet, um Zugang zu ihnen zu finden. Man muß sich erst innerlich ganz frei machen von seinen Voreingenommenheiten. Man muß sozusagen die Psyche des andern ganz unbefangen auf sich wirken lassen; dann kommt man ihm innerlich nah, versteht ihn und bekommt Macht über ihn, so daß die Kraft der eigenen Person durch die geöffnete Pforte Einfluß auf den andern gewinnt. Wenn man so keine Hindernisse unüberwindlich findet, dann mag man auch die gefährlichsten Dinge unternehmen &#8211; wie das Durchqueren des großen Wassers &#8211; und es wird gelingen. Nur ist es wichtig, daß man versteht, worauf die Kraft innerer Wahrheit beruht. Sie ist nicht identisch mit einfacher Intimität oder geheimem Zusammenhalten. Solch intimes Zusammenhalten kann auch unter Räubern stattfinden. Auch in diesem Fall bedeutet es freilich eine Kraft. Aber sie gereicht nicht zum Heil, weil sie nicht unüberwindlich ist. Alles Zusammengehen auf Grund von Interessengemeinschaft geht nur bis an einen gewissen Punkt. Wo die Interessengemeinschaft aufhört, hört auch das Zusammenhalten auf, und intimste Freundschaft schlägt oft in Haß um. Nur wo die Grundlage das Rechte, die Beständigkeit ist, bleibt die Verbindung so fest, daß sie alles überwindet.<strong>Das Bild</strong><br />
Über dem See ist der Wind: das Bild der inneren Wahrheit. So bespricht der Edle die Strafsachen, um Hinrichtungen aufzuhalten.Der Wind bewegt das Wasser, weil er in seine Zwischenräume einzudringen vermag. So sucht der Edle, wo er Fehler der Menschen abzuurteilen hat, in ihr Inneres verständnisvoll einzudringen und dadurch eine liebevolle Beurteilung der Umstände zu gewinnen. Die ganze antike Rechtsprechung der Chinesen war von diesem Grundsatz geleitet. Höchstes Verständnis, das zu verzeihen versteht, galt als höchste Gerechtigkeit. Eine solche Rechtsprechung war nicht erfolglos; denn der moralische Eindruck sollte so stark sein, daß ein Mißbrauch solcher Milde nicht zu befürchten war. Denn sie entsprang nicht der Schwäche, sondern überlegener Klarheit.<strong>Die einzelnen Linien</strong>Anfangs eine Neun bedeutet:<br />
Bereit sein bringt Heil. Sind Hintergedanken da, so ist das beunruhigend.</p>
<p>Die Hauptsache für die Kraft innerer Wahrheit ist, daß man in sich gefestigt und bereit ist. Aus dieser inneren Haltung entspringt das richtige Verhalten zur Außenwelt. Wenn man dagegen geheime Beziehungen besonderer Art pflegen wollte, so würde einen das um die innere Selbständigkeit bringen, und je mehr man sich gesichert fühlte in dem Bewußtsein, in andern seinen Rückhalt zu finden, desto mehr käme man in Unruhe und Sorgen, ob nun auch diese geheimen Verbindungen wirklich haltbar sind. Dadurch verliert man den inneren Frieden und die Kraft innerer Wahrheit.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p>&#8220;<strong>Deine innere Wahrheit steht in keinem Buch.</strong> &#8230; Wir sind mit verschiedenen Aufgaben und Talenten auf diese Welt gekommen. Wir haben verschiedene Lebenswege, und wir alle haben eine Berufung. Und wir alle haben eine innere Wahrheit, der zu folgen über unser Glück bestimmt. Wenn ich sage „innere Wahrheit&#8221; dann bedeutet das: Du bist einzigartig und etwas ist in Dir, das man „Essenz&#8221; nennen könnte oder Deine „wahre Natur&#8221;. Was könnte also Deine Aufgabe sein? Sicher doch die, dieser wahren Natur Ausdruck zu verleihen.&#8221; (<a href="http://www.sein.de/spiritualitaet/bewusstsein/2011/deine-innere-wahrheit-steht-in-keinem-buch.html">Quelle</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<blockquote>
<div>
<p>Neun auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Ein rufender Kranich im Schatten. Sein Junges antwortet ihm. Ich habe einen guten Becher. Ich will ihn mit dir teilen.</p>
<p>Hier ist von unwillkürlichem Einfluß des inneren Wesens auf gleichgestimmte Menschen die Rede. Der Kranich braucht sich nicht auf hohem Hügel zu zeigen. Wenn er auch ganz im Verborgenen seinen Ruf ertönen läßt, sein Junges hört seine Stimme und kennt sie und gibt ihm Antwort. Wo eine fröhliche Stimmung ist, da findet sich auch ein Genosse ein, der einen Becher Wein mit einem teilt. So zeigt sich das Echo, das durch Sympathie im Menschen erweckt wird. Wo eine Stimmung sich wahr und rein ausspricht wo eine Tat der klare Ausdruck der Gesinnung ist, da wirken sie geheimnisvoll in die Ferne, zunächst auf solche, die innerlich aufnahmebereit sind. Aber diese Kreise erweitern sich. Die Wurzel aller Wirkung liegt im eignen Innern. Wenn das sich ganz wahr und stark in Wort und Tat äußert, dann ist die Wirkung groß. Die Wirkung ist nur das Spiegelbild dessen, was aus der eigenen Brust hervorgeht. Jede Absicht auf Wirkung würde diese Wirkung nur zerstören. Kungtse sagt darüber: «der Edle weilt in seinem Zimmer. Äußert er seine Worte gut, so findet er Zustimmung aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wieviel mehr aus der Nähe Weilt der Edle in seinem Zimmer und äußert seine Worte nicht gut, so findet er Widerspruch aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wieviel mehr noch aus der Nähe! Die Worte gehen von der eigenen Person aus und wirken auf die Menschen. Die Werke entstehen in der Nähe und werden sichtbar in der Ferne. Worte und Werke sind des Edlen Türangel und Armbrustfeder. Indem sich diese Angel und Feder bewegen, bringen sie Ehre oder Schande. Durch Worte und Werke bewegt der Edle Himmel und Erde. Muß man da nicht vorsichtig sein?»</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p>Der &#8220;fliegende Kranich&#8221; ist auch eine Übungsreihe aus dem Qi-Gong. Es wäre also auch auch möglich, dem hier Ausgedrückten sich auf der körperlich-mentalen Ebene anzunähern.</p>
</div>
<blockquote>
<div>
<p>Sechs auf drittem Platz bedeutet:<br />
Er findet einen Genossen, bald trommelt er, bald hört er auf. Bald schluchzt er, bald singt er.</p>
<p>Hier ist die Kraftquelle nicht im eigenen Ich, sondern in der Beziehung zu andern Menschen. Wenn man auch noch so nahe mit ihnen steht, wenn unser Schwerpunkt auf ihnen beruht, so läßt sich nicht vermeiden, daß man umhergeworfen wird zwischen Freude und Leid. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, das ist das Schicksal derer, die abhängen von der inneren Übereinstimmung mit andern Menschen, die sie lieben. Hier wird nur das Gesetz ausgesprochen, daß dem so ist. Ob dieser Zustand als lästig oder als höchstes Glück der Liebe empfunden wird, bleibt der subjektiven Beurteilung des Betroffenen überlassen.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p>Eine Diagnose, die sicherlich auch in der neueren Psychologie einen Namen hat. Von der Übereinstimmung mit geliebten Menschen abzuhängen, ist nur einfach,  wenn die Übereinstimmung gegeben ist. Anspruchsvoll wird die Aufgabe, zu lieben, wenn die Übereinstimmung nicht vorhanden ist.<br />
Ambivalenz auszuhalten, ist gut &#8211; wenn aber die Grundlage des Liebesverhältnisses entfällt, sollte es auch nicht mehr aufrechterhalten werden.</p>
<p>Die frühe Liebe mag auf einer Identifikation beruhen &#8211; Selbst werden, sollte bedeuten, zwischen sich und dem Objekt zu unterscheiden.</p>
<p>Es gibt auch diese Deutung:</p>
<blockquote><p>Einen Gegner bekommen.<br />
Einer wirbelt auf, der Andere hört auf.<br />
Einer weint leise, der Andere singt.</p></blockquote>
<p>Jemand entgegensetzen, das Gegenteil dessen tuend, was der andere tut. Gerade, weil eine Person etwas beginnen will, will der andere aufhören. Gerade, weil eine Person schlecht gelaunt ist, ist der andere glücklich.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<blockquote>
<div>
<p>Sechs auf viertem Platz bedeutet:<br />
Der Mond, der beinahe voll ist. Das Gespannpferd geht verloren. Kein Makel.</p>
<p>Um die Kraft der inneren Wahrheit zu steigern, muß man sich dem Höheren zuwenden, von dem man Erleuchtung empfangen kann wie der Mond von der Sonne. Dabei ist aber eine gewisse Demut nötig, wie der Mond sie hat, der nicht ganz voll ist. Tritt der Mond als Vollmond der Sonne direkt gegenüber, so beginnt er auch sofort wieder abzunehmen. Wie man der Quelle der Erleuchtung gegenüber demütig und ehrfurchtsvoll sein muß, so muß man andererseits auf menschliche Parteiungen verzichten. Nur wenn man seinen Weg geht wie ein Pferd, das geradeaus läuft, ohne nach seinem Mitpferd zu schielen, behält man die innere Freiheit, die vorwärts bringt.</p>
<p><strong>o</strong> Neun auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Er besitzt Wahrheit, die verkettet. Kein Makel.</p>
<p>Hier ist der Herr gezeichnet, der durch die Kraft seines Wesens alles zusammenhält. Nur wenn seine Charakterstärke so umfassend ist, daß er alle beeinflussen kann, die zu seiner Herrschaft gehören, ist er so, wie er sein muß. Die Suggestivkraft muß vom Herrscher ausgehen. Sie wird alle die Seinigen fest zusammenknüpfen und einigen. Ohne diese Zentralkraft ist alle äußere Einigung nur Lüge, die im entscheidenden Augenblick zerbricht.</p>
<p>Oben eine Neun bedeutet:<br />
Hahnenruf, der zum Himmel dringt. Beharrlichkeit bringt Unheil.</p>
<p>Der Hahn ist zuverlässig. Er ruft, wenn es Morgen wird. Er kann aber nicht selbst zum Himmel fliegen. Er kräht nur. So soll durch bloße Worte Glaube erweckt werden. Das gelingt wohl gelegentlich. Aber wenn man es dauernd betreibt, so ist das vom Übel.</p>
</div>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Übersicht - die 64 Zeichen des I-Ging" href="http://sketchnet.de/i-ging">Übersicht</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>60 &#8211; DSIE &#8211; DIE BESCHRÄNKUNG</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:13:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Der See hat einen beschränkten Raum. Wenn mehr Wasser hineinkommt, so fließt er über. Darum muß man ihm Schranken setzen. Es sind im Bild die Wasser unten und die Wasser oben, zwischen denen die Feste des Himmels als Schranke &#8230; <a href="http://sketchnet.de/i-ging/60-dsie-die-beschraenkung">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/60-dsie-die-beschraenkung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-147" title="60-dsie-die-beschraenkung" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/60-dsie-die-beschraenkung.jpg" alt="" width="550" height="186" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der See hat einen beschränkten Raum. Wenn mehr Wasser hineinkommt, so fließt er über. Darum muß man ihm Schranken setzen. Es sind im Bild die Wasser unten und die Wasser oben, zwischen denen die Feste des Himmels als Schranke ist.</p>
<p>Das chinesische Wort für Beschränkung bedeutet eigentlich die festen Glieder, durch die die Bambusstengel eingeteilt sind. Im gewöhnlichen Leben ist damit gemeint die Sparsamkeit, die feste Schranken für ihre Ausgaben hat. Im moralischen Leben sind es die festen Schranken, die sich der Edle steckt für seine Handlungen, die Schranken der Treue und der Uneigennützigkeit.<span id="more-294"></span></p>
<blockquote>
<div>
<p align="justify">
<p><strong>Das Urteil</strong><br />
Beschränkung. Gelingen. Bittere Beschränkung darf man nicht beharrlich üben.</p>
<p>Schranken sind bemühend. Aber sie richten etwas aus. Durch Sparsamkeit im gewöhnlichen Leben ist man gerüstet auf Zeiten der Not. Durch Zurückhalten erspart man sich Beschämung. Aber ebenso sind Schranken in der Ordnung der Weltverhältnisse unentbehrlich. Die Natur hat feste Schranken für Sommer und Winter, Tag und Nacht, und durch diese Schranken erhält das Jahr seine Bedeutung. So dient die Sparsamkeit dazu, daß durch feste Schranken in den Ausgaben die Güter erhalten bleiben und die Menschen nicht geschädigt werden. Nur ist auch in der Beschränkung Maßhalten nötig. Wollte man seiner eigenen Natur allzu bittere Schranken auferlegen, so würde sie darunter leiden. Wollte man die Beschränkung der anderen zu weit treiben, so würden sie sich empören. Darum sind auch in der Beschränkung Schranken nötig.</p>
<p><strong>Das Bild</strong><br />
Oberhalb des Sees ist Wasser: das Bild der Beschränkung. So schafft der Edle Zahl und Maß und untersucht, was Tugend und rechter Wandel ist.</p>
<p>Der See ist etwas Endliches; das Wasser ist unerschöpflich. Der See kann nur ein bestimmtes Maß des unendlichen Wassers fassen. Darin besteht seine Eigenart. Durch Sonderung und Aufrichtung von Schranken gewinnt auch im Leben das Individuum seine Bedeutung. Hier handelt es sich nun darum diese Sonderungen, die sozusagen das Rückgrat der Moral sind, ganz klar festzusetzen. Unbeschränkte Möglichkeiten sind nichts, was für den Menschen geeignet ist. Dadurch würde sein Leben nur zerfließen im Grenzenlosen. Um stark zu werden, bedarf es der freien Schrankensetzung der Pflicht. Nur indem der einzelne sich mit diesen Schranken umgibt und frei für sich das Gebot der Pflicht festsetzt, gewinnt er die Bedeutung als freier Gast.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p>Anfangs eine Neun bedeutet:<br />
Nicht zu Tür und Hof hinausgehen ist kein Makel.</p>
<p>Oft möchte man etwas unternehmen, sieht sich aber unübersteigbaren Schranken gegenüber. Da gilt es, die Einsicht zu haben, wo man innehalten muß. Wenn man das richtig versteht und nicht über die Schranken hinausgeht, die einem gesteckt sind, dann sammelt man eine Kraft, daß man imstande ist, energisch zu handeln, wenn die Zeit dazu gekommen ist. Verschwiegenheit ist bei Vorbereitung wichtiger Dinge von prinzipieller Wichtigkeit. Kungtse sagt darüber: «Wo Unordnung entsteht, da sind die Worte die Stufe dazu. Wenn der Fürst nicht verschwiegen ist so verliert er den Diener. Wenn der Diener nicht verschwiegen ist, so verliert er das Leben. Wenn Sachen im Keime nicht verschwiegen behandelt werden, so schadet das der Vollendung. Darum ist der Edle sorgfältig im Verschweigen und geht nicht hinaus.»</p>
<p>Neun auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Nicht zu Tor und Hof hinausgehen bringt Unheil.</p>
<p>Wenn die Zeit des Handelns gekommen ist, gilt es rasches Zugreifen. Wie das Wasser anfangs in einem See sich sammelt, ohne hinauszufließen, sich aber sicher einen Weg öffnet, wenn der See voll ist, so ist es auch im Menschenleben. Es ist ganz gut, zu zögern, solange die Zeit noch nicht gekommen ist, aber nicht länger. Wenn die Hindernisse beseitigt sind, so daß man handeln kann, ist das ängstliche Zögern ein Fehler, der sicher Unheil bringt, weil man die Gelegenheit versäumt hat.</p>
<p>Sechs auf drittem Platz bedeutet:<br />
Wer keine Beschränkung kennt, wird zu klagen haben. Kein Makel.</p>
<p>Wenn man nur auf Freuden und Genuß bedacht ist, verliert man leicht das Gefühl für die notwendigen Schranken. Aber wenn man sich der Verschwendung hingibt, wird man die Folgen unter Bedauern zu erfahren haben. Man darf die Fehler nicht an andern suchen wollen. Nur wenn man seinen Fehler selbst einsieht, wird man durch solche unangenehmen Erlebnisse frei von Fehlern.</p>
<p>Sechs auf viertem Platz bedeutet:<br />
Zufriedene Beschränkung. Gelingen.</p>
<p>Jede Beschränkung hat ihren Wert. Aber wenn diese Beschränkung noch dauernde Anstrengung erfordert, dann ist sie mit zu viel Kraftaufwand verbunden. Wo die Beschränkung aber etwas Natürliches ist, wie es z.B. in der Natur des Wassers liegt, nach unten zu fließen, da führt sie notwendig zu Erfolg, weil sie in diesem Fall eine Kraftersparnis bedeutet. Die Energie, die sonst im vergeblichen Kampf mit dem Objekt sich erschöpft, kommt restlos der Sache zugute, und der Erfolg kann nicht ausbleiben.</p>
<p><strong>o</strong> Neun auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Süße Beschränkung bringt Heil. Hingehen bringt Achtung.</p>
<p>Die Beschränkung muß in der richtigen Weise durchgeführt werden, um zu wirken. Wenn man nur andern Schranken auferlegen und sich selbst ihnen entziehen will, werden diese Schranken immer bitter empfunden und erzeugen Widerstreben. Wenn dagegen jemand, der in leitender Stellung ist, selbst mit der Beschränkung beginnt, wenig Leistungen von seinen Leuten verlangt und mit bescheidenen Mitteln etwas zustande bringt, so kommt dadurch Heil. Wo ein solches Vorbild wirkt, da findet es Nachfolge, so daß geraten muß, was man unternimmt.</p>
<p>Oben eine Sechs bedeutet:<br />
Bittere Beschränkung: Beharrlichkeit bringt Unheil. Reue schwindet.</p>
<p>Wenn man zu streng ist in der Beschränkung, so halten es die Menschen nicht aus. Je konsequenter man in solcher Strenge ist, desto mehr ist es vom Übel; denn ein Rückschlag läßt sich auf die Dauer nicht vermeiden. So rächt sich auch der gequälte Körper, wenn man mit zu strenger Askese vorgehen will. Aber wenn diese rücksichtslose Strenge auch nicht etwas ist, das sich dauernd und regelmäßig anwenden ließe, so kann es doch Zeiten geben, da sie das einzige Mittel ist, sich vor Verschuldung und Reue zu wahren. Es sind das die Situationen, da Rücksichtslosigkeit gegen die eigene Person das einzige Mittel ist, die Seele zu retten, die sonst in Halbheit und Versuchung unterginge.</p>
</div>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Übersicht - die 64 Zeichen des I-Ging" href="http://sketchnet.de/i-ging">Übersicht</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>59 HUAN &#8211; DIE AUFLÖSUNG</title>
		<link>http://sketchnet.de/i-ging/59-huan-die-aufloesung</link>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wind, der oben über das Wasser fährt, zerstreut es und löst es auf in Schaum und Dunst. Darin liegt auch der Gedanke, daß die Lebensenergie, wenn sie sich im Menschen staut (was durch die Eigenschaft des unteren Zeichens als &#8230; <a href="http://sketchnet.de/i-ging/59-huan-die-aufloesung">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/59-huan-die-aufloesung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-146" title="59-huan-die-aufloesung" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/59-huan-die-aufloesung.jpg" alt="" width="550" height="194" /></a></p>
<p>Der Wind, der oben über das Wasser fährt, zerstreut es und löst es auf in Schaum und Dunst. Darin liegt auch der Gedanke, daß die Lebensenergie, wenn sie sich im Menschen staut (was durch die Eigenschaft des unteren Zeichens als Gefahr angedeutet ist) durch die Sanftheit wieder zerstreut und aufgelöst wird.</p>
<blockquote><p><span id="more-292"></span></p>
<div>
<p><strong>Das Urteil</strong><br />
Die Auflösung. Gelingen. Der König naht seinem Tempel. Fördernd ist es, das große Wasser zu durchqueren. Fördernd ist Beharrlichkeit.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p>Lebensenergie muss fließen wie Wasser. Ein Stau könnte zu &#8220;sumpfigen Verhältnissen&#8221; führen, zu einer Situation, in der man feststeckt. Der <em>Wind</em> (oder Sun, das Sanfte, sozusagen eine Energieform der Luft) kann hier (wieder) für Bewegung, für &#8220;frische Energie&#8221;,  sorgen.</p>
</div>
<blockquote>
<div>
<p>Das Zeichen hat in seinem Text Ähnlichkeit mit dem Zeichen Tsui, «Die Sammlung» (Nr. 45). Dort handelt es sich um Sammlung des Getrennten, wie das Wasser sich in Seen auf der Erde sammelt. Hier handelt es sich um Zerstreuung und Auflösung des trennenden Egoismus. Das Zeichen «die Auflösung» zeigt sozusagen den Weg, der zur Sammlung führt.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<hr />
</div>
<blockquote>
<div>
<p>Daher erklärt sich die Ähnlichkeit des Textes. Zur Überwindung des trennenden Egoismus der Menschen bedarf es der religiösen Kräfte. Die gemeinsame Feier der großen Opferfeste und Gottesdienste, die zugleich den Zusammenhang und die soziale Gliederung von Familie und Staat zum Ausdruck brachten, war das Mittel, das die großen Herrscher anwandten, um die Herzen in gemeinsamer Wallung des Gefühls durch heilige Musik und Pracht der Zeremonien zum Bewußtsein des gemeinsamen Ursprungs aller Wesen zu bringen, wodurch die Trennung überwunden, die Erstarrung aufgelöst wurde. Ein weiteres Mittel ist das Zusammenwirken an gemeinsamen großen Unternehmungen, die dem Willen ein großes Ziel vorhalten und in der Richtung auf dieses Ziel alles Trennende auflösen, wie in einem Schiff, das einen großen Strom durchquert, alle Insassen sich in der gemeinsamen Arbeit einigen müssen. Zu solcher Auflösung der Härte des Egoismus ist aber nur jemand fähig, der selbst von allen egoistischen Nebengedanken frei in Gerechtigkeit und Beständigkeit verharrt.</p>
<p><strong>Das Bild</strong><br />
Der Wind fährt über das Wasser: das Bild der Auflösung. So opferten die alten Könige dem Herrn und bauten Tempel.</p>
<p>Das Wasser beginnt im Herbst und Winter zu erstarren und zu Eis zu gefrieren. Wenn die milden Lüfte des Frühlings kommen, löst sich die Erstartung, und das in Eisschollen Zerstreute vereinigt sich wieder. So ist es auch mit dem Sinn des Volkes. Durch Harte und Selbstsucht erstarrt das Herz, und in dieser Erstartung trennt es sich von allem andern. Egoismus und Habsucht isolieren die Menschen. Darum muß eine fromme Rührung das Menschenherz ergreifen. Es muß gelöst werden in heiligen Schauern der Ewigkeit, die es erschüttern durch die Ahnung des gemeinsamen Schöpfers aller Wesen und einigen durch die Macht der Gemeinschaftsgefühle bei der heiligen Feier der Anbetung des Göttlichen.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p>Anfangs eine Sechs bedeutet:<br />
Er bringt Hilfe mit der Macht eines Pferdes.</p>
<p>Hier handelt es sich darum, daß, noch ehe die Trennung vollzogen ist, die ersten Anfange dazu überwunden werden; daß die Wolken zerstreut werden, noch ehe Sturm und Regen eingetreten sind. In solchen Zeiten, da geheime Abweichungen der Stimmungen auftreten und gegenseitige Mißverständnisse die Folge sind, muß man rasch und stark handeln, um diese Mißverständnisse und das gegenseitige Mißtrauen aufzulösen.</p>
<p>Neun auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Bei der Auflösung läuft er seiner Stütze zu. Die Reue schwindet.</p>
<p>Wenn man in sich selbst die Anfänge der Entfremdung von andern, des Menschenhasses und der Mißstimmung entdeckt, dann gilt es, diese Stockungen zu zerstreuen. Man muß sich innerlich aufmachen, seiner Stütze zueilen. Eine solche Stütze des Menschen liegt nie im Haß, sondern immer in einer gemäßigten und gerechten, mit Wohlwollen gepaarten Beurteilung der Menschen. Wenn man diesen freien Blick auf die Menschheit wieder gewinnt, unter Zerstreuung alles schwarzgalligen Unmuts, verschwindet aller Anlaß zur Reue.</p>
<p>Sechs auf drittem Platz bedeutet:<br />
Er löst sein Ich auf. Keine Reue.</p>
<p>Die Arbeit kann unter Umständen so schwer werden, daß man nicht mehr an sich selbst denken kann. Man muß die eigene Person vollkommen auf die Seite setzen, alles zerstreuen, was das Ich trennend um sich sammeln möchte. Nur auf der Grundlage eines großen Verzichtes gewinnt man die Kraft zu großen Leistungen. Dadurch, daß man sein Ziel außer sich hat in einer großen Sache, kann man diesen Standpunkt gewinnen.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p>Interessant ist hier, dass das &#8220;Ziel&#8221;, die &#8220;große Sache&#8221;, hier überhaupt nicht benannt ist. Wohl aber wurde etwas zum Modus gesagt: &#8220;<em>&#8230; das Zusammenwirken an gemeinsamen großen Unternehmungen, die dem Willen ein großes Ziel vorhalten und in der Richtung auf dieses Ziel alles Trennende auflösen, wie in einem Schiff, das einen großen Strom durchquert, alle Insassen sich in der gemeinsamen Arbeit einigen müssen.</em>&#8221;</p>
<p>Auch bei den großen, gemeinsamen Unternehmungen wird es nicht um egoistische Zeile, sondern um Menschheitsziele, soziale, ethische Angelegenheiten gehen. Das Ich mit seinen persönlichen Interessen wird hier als &#8220;trennend&#8221; betrachtet und soll gewissermaßen an die Seite gestellt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<blockquote>
<div>
<p>Sechs auf viertem Platz bedeutet:<br />
Er löst sich von seiner Schar. Erhabenes Heil! Durch Auflösung folgt Anhäufung. Das ist etwas, an das Gewöhnliche nicht denken.</p>
<p>Wenn man an einer Aufgabe arbeitet die ins große Ganze geht muß man alle Privatfreundschaften beiseite lassen. Nur wenn man über den Parteien steht, leistet man etwas Ausschlaggebendes. Wer diesen Verzicht auf das Nahe wagt, wird die Fernen gewinnen. Aber man muß einen weiten Überblick über die Zusammenhänge des Lebens haben, wie ihn nur ungewöhnliche Menschen erlangen, um diesen Standpunkt verstehen zu können.</p>
<p><strong>o</strong> Neun auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Auflösend wie Schweiß sind seine lauten Rufe. Auflösung! Ein König weilt ohne Makel.</p>
<p>In Zeiten allgemeiner Auflösung und Trennung ist ein großer Gedanke der Organisationspunkt der Genesung. Wie eine Krankheit durch lösenden Schweiß ihre Krise Endet, so ist in Zeiten allgemeiner Stockung ein großer, suggestiver Gedanke eine wahre Erlösung. Die Menschen haben etwas, um das sie sich sammeln können, einen herrschenden Mann, der die Mißverständnisse zerstreuen kann.</p>
<p>Oben eine Neun bedeutet:<br />
Er löst sein Blut auf. Weggehen, Sichfernhalten, Hinausgehen ist ohne Makel.</p>
<p>Das Auflösen des Blutes bedeutet auflösen, was Blut und Wunden bringen könnte, die Gefahr vermeiden. Es ist hier aber nicht der Gedanke ausgesprochen, daß man nur für sich selbst Schwierigkeiten umgeht, sondern der, daß man die Seinen rettet, ihnen hilft wegzugehen, noch ehe die Gefahr da ist, sich fernzuhalten von einer schon vorhandenen Gefahr und den Ausweg zu finden aus einer Gefahr, die sie schon ergriffen hat. Auf diese Weise tut man das Rechte.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p><img class="alignleft" src="http://www.fressnet.de/pics/zus/Laozi.jpg" alt="" width="160" height="207" />Wir können hier an den<a title="Legende von der Entstehung des Tao-Te-King" href="http://fressnet.de/blog/?p=2493"> Auszug des Lao-Tse</a> denken.</p>
<p>Woran bei diesen Zeilen eigentlich zu denken ist, bleibt Interpretationssache. Die möglichen Gefahren sind vielfältig, und wenn im familiären Rahmen etwas &#8220;schiefläuft&#8221;, ist man quasi Beteiligter, der den angesprochenen Ausweg nicht wirklich kennt. Die geforderte grundsätzliche Haltung &#8211; Gerechtigkeit und Beständigkeit &#8211; ist klar.</p>
<p>Vielleicht helfen die einleitenden Worte, der Gedanke, die &#8220;aufgestaute Lebensenergie&#8221;, die zu Verspanungen und Erstarrung führt, durch Sanftheit zu zerstreuen.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Übersicht - die 64 Zeichen des I-Ging" href="http://sketchnet.de/i-ging">Übersicht</a></p>
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		<title>58 DUI &#8211; DAS HEITERE &#8211; DER SEE</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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		<description><![CDATA[Dui ist wie Sun eines der acht Doppelzeichen. Dui bedeutet die jüngste Tochter, hat als Bild den lächelnden See, als Eigenschaft die Freude. Die Freude beruht nicht, wie es wohl scheinen könnte, auf der Weichheit, die sich in der oberen &#8230; <a href="http://sketchnet.de/i-ging/58-dui-das-heitere-der-see">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/58-dui-das-heitere-der-see.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-145" title="58-dui-das-heitere-der-see" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/58-dui-das-heitere-der-see.jpg" alt="" width="550" height="189" /></a></p>
<p>Dui ist wie Sun eines der acht Doppelzeichen. Dui bedeutet die jüngste Tochter, hat als Bild den lächelnden See, als Eigenschaft die Freude. Die Freude beruht nicht, wie es wohl scheinen könnte, auf der Weichheit, die sich in der oberen Linie zeigt. Die Eigenschaft des weichen bzw. dunklen Prinzips ist nicht Freude, sondern Schwermut. Vielmehr beruht die Freude darauf, daß innen zwei starke Striche sind, die sich äußern durch das Mittel der Weichheit.<br />
Wahre Freude beruht also darauf, daß im Innern Festigkeit und Stärke vorhanden sind, die nach außen hin weich und milde auftreten.<span id="more-290"></span></p>
<blockquote>
<div>
<p><strong>Das Urteil</strong><br />
Das Heitere. Gelingen. Günstig ist Beharrlichkeit.</p>
<p>Die fröhliche Stimmung wirkt ansteckend, darum hat sie Erfolg. Aber die Freude bedarf als Grundlage der Beständigkeit, damit sie nicht zu unbeherrschter Lustigkeit ausartet. Wahrheit und Stärke müssen im Herzen wohnen, während die Milde nach außen im Verkehr zutage tritt. Auf diese Weise nimmt man Gott und den Menschen gegenüber die rechte Stellung ein und erreicht etwas. Durch bloßes Einschüchtern ohne Milde läßt sich unter Umständen für den Augenblick etwas erreichen, aber nicht für die Dauer. Wenn man dagegen durch Freundlichkeit die Herzen der Menschen gewinnt, so bewirkt man, daß sie alle Beschwerden gern auf sich nehmen, ja wenn es sein muß, selbst den Tod nicht scheuen. So groß ist die Macht der Freude über die Menschen.</p>
<p><strong>Das Bild</strong><br />
Aufeinander beruhende Seen: das Bild des Heiteren. So tut sich der Edle mit seinen Freunden zusammen zur Besprechung und Einübung.</p>
<p>Ein See verdunstet nach oben und erschöpft sich dadurch allmählich. Wenn aber zwei Seen miteinander in Verbindung sind, so erschöpfen sie sich nicht so leicht, weil einer den andern bereichert. So ist es auch auf wissenschaftlichem Gebiet. Die Wissenschaft soll eine erfrischende und belebende Kraft sein. Das kann sie nur werden im belebenden Verkehr mit gleichgesinnten Freunden, mit denen man sich bespricht und übt in der Anwendung der Lebenswahrheiten. So wird das Wissen vielseitig und bekommt eine heitere Leichtigkeit, während das Wissen der Autodidakten immer etwas Schweres und Einseitiges behält.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p>Anfangs eine Neun bedeutet:<br />
Zufriedene Heiterkeit. Heil!</p>
<p>Eine stille, wortlose, in sich gesammelte Freude, die nichts von außen begehrt und mit allem zufrieden ist, bleibt frei von allen egoistischen Zu- und Abneigungen. In dieser Freiheit liegt das Heil, denn sie birgt die ruhige Sicherheit des in sich gefestigten Herzens.</p>
<p><strong>o</strong> Neun auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Wahrhaftige Heiterkeit. Heil! Die Reue schwindet.</p>
<p>Oft befindet man sich in Beziehung zu minderwertigen Menschen aus deren Mitte andere Freuden winken, als sie dem höheren Menschen gemäß sind. Wollte man an solchen Freuden teilnehmen, so würde das sicher Reue nach sich ziehen; denn ein höherer Mensch ist mit niederen Freuden nicht wirklich zu befriedigen. Wenn man infolge dieser Erkenntnis sich in seinem Willen nicht beirren läßt, so daß man nicht an dieser Art Gefallen findet, dann wagt einem selbst eine zweifelhafte Umgebung keine unedlen Freuden anzubieten, da sie einen ja doch nicht erfreuen würden. &#8211; Damit aber ist jeder Anlaß zum Bedauern beseitigt.</p>
<p>Sechs auf drittem Platz bedeutet:<br />
Kommende Heiterkeit. Unheil!</p>
<p>Die wahre Freude muß aus dem eigenen Innern quellen. Wenn man aber innerlich leer ist, so daß man sich an die Außenwelt verliert, so kommen die Freuden von außen herbei. Das ist es was manche Menschen als Zerstreuung begrüßen. Menschen die aus innerer Haltlosigkeit das Bedürfnis nach Zerstreuung haben, werden stets Gelegenheit haben, sich zu zerstreuen. Sie ziehen die äußerlichen Freuden durch die Leere ihres Wesens an sich. Dadurch verlieren sie sich immer mehr, was natürlich vom Übel ist.</p>
<p>Neun auf viertem Platz bedeutet:<br />
Überlegte Heiterkeit ist nicht beruhigt. Nach Abtun der Fehler hat man Freude.</p>
<p>Oft befindet sich der Mensch mitten inne zwischen verschiedenen Arten der Freude. Solange man noch nicht entschieden ist, welche Art der Freude man wählen will, die höhere oder die niedere, solange befindet man sich innerlich in Unruhe. Erst wenn man klar erkannt hat, daß die Leidenschaft Leiden bringt, vermag man sich so zu entscheiden, daß man das Niedere von sich abtut und die höheren Freuden erstrebt. Ist diese Entscheidung besiegelt, so hat man die wahre innere Heiterkeit und Ruhe gefunden, und der innere Widerstreit ist überwunden.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p><span style="color: #808080;">Vielleicht liegt es zu klar auf der Hand, als dass man es wahrhaben wollte: Leidenschaft bringt Leiden &#8211; so hat es &#8230; gesehenm, und für die Eifersucht formuliert: &#8220;Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft&#8221;. Was wohl nicht nur für die Eifersucht gilt.</span><br />
<span style="color: #808080;">Vgl. <a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Leidenschaft" target="_blank"><span style="color: #808080;">Wikiquote</span></a>, und:</span><br />
<span style="color: #808080;">Zitat von T. S. Eliot Es ist offensichtlich, dass wir niemandem leichter eine Leidenschaft erklären können, die er nie erfahren hat, als wir einem Blinden das Licht erklären können. </span></p>
</div>
<blockquote>
<div>
<p><strong>o</strong> Neun auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Wahrhaftigkeit gegen das Zersetzende ist gefährlich.</p>
<p>Auch dem besten Menschen nahen sich gefährliche Elemente. Wenn man sich mit diesen einläßt, so wirkt ihr zersetzender Einfluß ganz langsam, aber sicher und zieht seine Gefahren unvermeidlich hintennach. Wer aber die Lage erkennt und die Gefahr zu durchschauen versteht, der weiß sich zu hüten und bleibt frei von Schaden.</p>
<p>Oben eine Sechs bedeutet:<br />
Verführende Heiterkeit.</p>
<p>Wenn man innerlich eitel ist, so lockt man die Freuden der Zerstreuung an und hat unter ihnen zu leiden (vgl. Sechs auf drittem Platz). Wenn man innerlich nicht gefestigt ist, so wirken die Freuden der Außenwelt, denen man sich nicht entzieht, so stark auf einen ein, daß man mitgerissen wird. Hier ist von Gefahr, von Heil oder Unheil nicht mehr die Rede. Man hat die Steuerung des Lebens aus der Hand gegeben, und es hängt vom Zufall und äußeren Einflüssen ab, was aus einem wird.</p>
</div>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Übersicht - die 64 Zeichen des I-Ging" href="http://sketchnet.de/i-ging">Übersicht</a></p>
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		<title>57 &#8211; SUN &#8211; DAS SANFTE &#8211; DAS EINDRINGLICHE &#8211; DER WIND</title>
		<link>http://sketchnet.de/i-ging/57-sun-das-sanfte-das-eindringliche-der-wind</link>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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		<description><![CDATA[Sun ist eines der acht Doppelzeichen. Es ist die älteste Tochter, hat als Bild den Wind oder das Holz, als Eigenschaft die Sanftheit, die jedoch eindringt wie der Wind oder das Holz mit seinen Wurzeln. Das Dunkle, das an sich &#8230; <a href="http://sketchnet.de/i-ging/57-sun-das-sanfte-das-eindringliche-der-wind">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/57-sun-das-sanfte-das-eindringlice-der-wind.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-144" title="57-sun-das-sanfte-das-eindringlice-der-wind" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/57-sun-das-sanfte-das-eindringlice-der-wind.jpg" alt="" width="550" height="193" /></a></p>
<p>Sun ist eines der acht Doppelzeichen. Es ist die älteste Tochter, hat als Bild den Wind oder das Holz, als Eigenschaft die Sanftheit, die jedoch eindringt wie der Wind oder das Holz mit seinen Wurzeln.<br />
Das Dunkle, das an sich starr und unbeweglich ist, wird aufgelöst durch das eindringende lichte Prinzip, dem es sich unterordnet in Sanftheit. In der Natur ist es der Wind, der die angehäuften Wolken auseinandertreibt und heitre Himmelklarheit schafft. Im Menschenleben ist es die durchdringende Klarheit des Urteils, die alle dunklen Hintergedanken zunichte macht. Im Leben der Gemeinschaft ist es der mächtige Einfluß einer bedeutenden Persönlichkeit, die alle lichtscheuen Machenschaften aufdeckt und auseinandertreibt.</p>
<blockquote><p><span id="more-288"></span></p>
<div>
<p><strong>Das Urteil</strong><br />
Das Sanfte. Durch Kleines Gelingen. Fördernd ist es, zu haben, wohin man geht. Fördernd ist es, den großen Mann zu sehen.</p>
<p>Eindringlichkeit erzeugt allmähliche und unscheinbare Wirkungen. Es soll nicht durch Vergewaltigung gewirkt werden, sondern durch ununterbrochene Beeinflussung. Diese Wirkungen sind weniger in die Augen fallend als die durch Überrumpelung gewonnenen, aber sie sind nachhaltiger und völliger. Damit man auf diese Weise wirken kann, muß man ein klares Ziel haben; denn nur dadurch, daß die eindringliche Beeinflussung immer in derselben Richtung wirkt, wird etwas erreicht. Das Kleine kann nur dann etwas erreichen, wenn es sich einem bedeutenden Manne unterordnet, der die Fähigkeit besitzt, Ordnung zu schaffen.</p>
<p><strong>Das Bild</strong><br />
Einander folgende Winde: das Bild des sanft Eindringenden. So verbreitet der Edle seine Gebote und wirkt seine Geschäfte.</p>
<p>Das Eindringliche des Windes beruht auf seiner Unaufhörlichkeit. Dadurch wird er so machtvoll. Er nimmt die Zeit als Mittel zur Wirkung. So muß auch der Gedanke des Herrschers in die Volksseele eindringen. Auch dazu ist eine dauernde Einwirkung durch Aufklärung vonnöten. Erst wenn das Gebot in die Volksseele übergegangen ist, ist ein darauf bezügliches Handeln möglich. Unvorbereitetes Handeln schreckt nur zurück und wirkt abstoßend.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p><strong>Anfangs eine Sechs</strong> bedeutet:<br />
Beim Vorgehen und Rückweichen ist fördernd die Beharrlichkeit eines Kriegers.</p>
<p>Das sanfte Wesen geht oft bis zur Unentschlossenheit. Man fühlt nicht die Kraft, entschlossen fortzuschreiten. Tausend Bedenken erheben sich, aber man hat auch nicht Lust, sich zurückzuziehen, sondern treibt unentschlossen hin und her. In solchem Fall ist eine militärische Entschlossenheit das richtige, daß man entschieden das tut, was die Ordnung erfordert. Entschlossene Disziplin ist weit besser als unentschlossene Zuchtlosigkeit.</p>
<p><strong>Neun auf zweitem Platz</strong> bedeutet:<br />
Eindringen unter das Bett. Man benützt Priester und Magier in großer Zahl. Heil! Kein Makel.</p>
<p>Zuweilen hat man es mit verborgenen Feinden zu tun, ungreifbaren Einflüssen, die sich in die dunkelsten Winkel verkriechen und von dort aus die Leute suggestiv beeinflussen. In solchen Fällen ist es nötig, diesen Dingen bis in die geheimsten Winkel nachzuspüren, um festzustellen, um was für Einflüsse es sich handelt &#8211; dies die Aufgabe der Priester &#8211; und sie zu beseitigen &#8211; dies die Aufgabe der Magier. Gerade das Anonyme solcher Umtriebe erfordert besonders unermüdliche Energie, die sich aber belohnt macht. Denn wenn solche unkontrollierbaren Einflüsse erst ans Licht gebracht und gebrandmarkt sind, haben sie ihre Macht über die Menschen verloren.</p>
<p><strong>Neun auf drittem Platz</strong> bedeutet:<br />
Wiederholtes Eindringen. Beschämung.</p>
<p>Das eindringliche Nachdenken darf nicht zu weit getrieben werden, sonst hemmt es die Entschlußfähigkeit. Wenn eine Sache gründlich durchgedacht ist, dann gilt es, sich zu entscheiden und zu handeln. Durch wiederholtes Durchdenken kommt man immer aufs neue in Bedenklichkeit und dadurch in Beschämung weil man sich zum Handeln als unfähig erweist.</p>
<p><strong>Sechs auf viertem Platz</strong> bedeutet:<br />
Reue schwindet. Auf der Jagd fangt man drei Arten von Wild.</p>
<p>Wenn man angeborene Bescheidenheit infolge der verantwortungsvollen Stelle, die man bekleidet, und der Erfahrungen, die man gesammelt hat, mit energischer Betätigung verbindet, so erreicht man sicher einen großen Erfolg. Die drei Arten von Tieren dienten zu Opfern für die Götter, zur Bewirtung der Gäste und zum täglichen Gebrauch. Wenn man für alle drei Zwecke etwas erlegte, so war das Jagdergebnis besonders gut.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p>Was ist eigentlich &#8220;angeborene Bescheidenheit&#8221;? Es gibt sie jedenfalls, speziell in Wörterbüchern. &#8220;Native modesty&#8221;.  Die Bescheidenheit im Sprichwort:</p>
<p>&#8220;Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!&#8221; Weshalb auch das französische &#8220;pas de fausse modestie&#8221; ! vor falscher Bescheidenheit warnt. Geht man davon aus, dass Egoismus im weitesten Sinne angeboren ist, kann das auch für die Bescheidenheit gelten. Man könnte auch die Frage zuspitzen: Ist Bescheidenheit angeboren, oder ist sie anerzogen?</p>
<p><strong>Erfolg</strong> ist hier unzweideutig als Verbindung der angeborenen Bescheidenheit mit energischer Betätigung definiert.</p>
</div>
<blockquote>
<div>
<p><strong>Neun auf fünftem Platz</strong> bedeutet:<br />
Beharrlichkeit bringt Heil. Reue schwindet. Nichts, das nicht fördernd ist. Kein Anfang, aber ein Ende. Vor der Änderung drei Tage, nach der Änderung drei Tage. Heil!</p>
<p>Während bei der «Arbeit am Verdorbenen» (Nr. 18) ein ganz neuer Ausgangspunkt geschaffen werden muß, handelt es sich hier nur um Reformen. Der Anfang war nicht gut, aber man ist an einen Zeitpunkt gekommen, da eine neue Richtung eingeschlagen werden kann. Man muß ändern und bessern. Das muß man tun in Beständigkeit, d.h. in rechter und fester Gesinnung, dann wird es gelingen, und die Reue schwindet. Nur ist es zu beachten, daß solche Verbesserungen sorgfältiger Überlegung bedürfen. Ehe man die Änderung bewerkstelligt, ist wiederholte Überlegung nötig, und nachdem die Änderung da ist, muß man auch noch eine Zeitlang sorgfältig untersuchen, wie die Besserungen sich in Wirklichkeit ausnehmen. Solche sorgfältige Arbeit ist von Heil begleitet.</p>
<p><strong>Oben eine Neun</strong> bedeutet:<br />
Eindringen unter das Bett. Er verliert seinen Besitz und seine Axt. Beharrlichkeit bringt Unheil.</p>
<p>Die Erkenntnis ist eindringlich genug. Man dringt den schädlichen Einflüssen bis in die geheimsten Winkel nach. Aber man hat keine Kraft mehr, sie entscheidend zu bekämpfen. In diesem Fall ist jeder Versuch, in die persönlichen Gebiete der Finsternis einzudringen, nur vom Übel.</p>
</div>
</blockquote>
<div>
<p>Das Eindringliche, der Wind, kann auch zu weit gehen. &#8220;Die Finsternis&#8221; kann auch mal ihren Rückzugsbereich behalten; was sich in den hintersten Winkeln verbirgt, muss man nicht so ganz genau wissen &#8211; schon gar nicht, wenn man das Wissen nicht verkraftet.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Übersicht - die 64 Zeichen des I-Ging" href="http://sketchnet.de/i-ging">Übersicht</a></p>
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		<title>56 &#8211; LÜ &#8211; DER WANDERER</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Berg (Gen) steht still, oben das Feuer (Li) flammt auf und verweilt nicht. Darum bleiben sie nicht beisammen. Fremde, Trennung ist das Los des Wanderers. Das Urteil Der Wanderer. Durch Kleinheit Gelingen. Dem Wanderer ist Beharrlichkeit von Heil. Als &#8230; <a href="http://sketchnet.de/i-ging/56-lue-der-wanderer">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/56-lue-der-wanderer.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-143" title="56-lue-der-wanderer" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/56-lue-der-wanderer.jpg" alt="" width="550" height="196" /></a></p>
<p>Der Berg (Gen) steht still, oben das Feuer (Li) flammt auf und verweilt nicht. Darum bleiben sie nicht beisammen. Fremde, Trennung ist das Los des Wanderers.</p>
<blockquote>
<p align="justify"><span id="more-286"></span></p>
<p><strong>Das Urteil</strong></p>
<p>Der Wanderer. Durch Kleinheit Gelingen. Dem Wanderer ist Beharrlichkeit von Heil.</p>
<p>Als Wanderer und Fremdling darf man nicht schroff sein und hoch hinaus wollen. Man hat keinen großen Bekanntenkreis, darum darf man sich nicht brüsten. Man muß vorsichtig und zurückhaltend sein, so schützt man sich vor Übel. Wenn man gegen die andern zuvorkommend ist, so erringt man Erfolge. Der Wanderer hat keine feste Stätte, die Straße ist seine Heimat. Darum muß er dafür sorgen, daß er innerlich recht und fest ist, daß er nur an guten Orten verweilt und nur mit guten Menschen verkehrt. Dann hat er Heil und kann unangefochten seine Straße ziehen.</p></blockquote>
<p>- Der Wanderer als Archetypus -<br />
Bei uns: &#8220;Wanderschaft&#8221; während der Lehrjahre, vgl. das Märchen von Hans im Glück.<br />
Unter dem Bild des Wanderers wird im I-Ging zum Teil auch das &#8220;lebenslange Lernen&#8221; vermittelt.<br />
Der Wanderer trennt sich von seinen Lieben, nimmt möglichst keinen Ballast mit auf die &#8220;Reise&#8221;.</p>
<p>Auch relevant natürlich der folgende Abschnitt.</p>
<blockquote><p><strong>Das Bild</strong><br />
Auf dem Berg ist Feuer: das Bild des Wanderers. So ist der Edle klar und vorsichtig in der Anwendung von Strafen und verschleppt keine Streitigkeiten.</p>
<p>Wenn das Gras auf dem Berge abbrennt, so gibt es einen hellen Schein. Aber das Feuer verweilt nicht, sondern wandert der neuen Nahrung nach. Es ist nur eine rasch vorübergehende Erscheinung So soll es auch mit Strafen und Prozessen sein. Sie müssen eine rasch vorübergehende Erscheinung sein und dürfen sich nicht verschleppen. Die Gefängnisse müssen etwas sein, das die Leute nur vorübergehend, wie Gäste, aufnimmt. Sie dürfen nicht zu Wohnräumen der Menschen werden.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p>Anfangs eine Sechs bedeutet:<br />
Wenn der Wanderer sich mit kleinlichen Dingen abgibt, so zieht er sich dadurch Unglück zu.</p>
<p>Ein Wanderer darf sich nicht entwürdigen und sich mit gemeinen Dingen am Weg abgeben. Gerade je niedriger und wehrloser seine Stellung nach außen hin ist, desto mehr muß er innerlich seine Würde wahren. Denn wenn ein Fremder denkt, dadurch freundliche Aufnahme zu finden, daß er sich zu Scherzen und Lächerlichkeiten hergibt, so irrt er sich. Die Folgen sind nur Verachtung und beleidigende Behandlung.</p></blockquote>
<p>Diese Aussage gilt für viele Bereiche, besonders vielleicht, wo es um Beruf/Berufung geht. &#8220;Innerlich die Würde wahren&#8221; heißt auch, sich der eigenen Würde bewusst zu sein, gut mit sich umzugehen. Tatsächlich sind selbstverletzendes Verhalten und Selbstsabotage hetue gar nicht so selten. &#8220;Lächerlichkeiten&#8221;, Dinge, die unvernünftig und lächerlich, eigentlich kritikwürdig sind, gibt es auch zuhauf. Wem aber nutzt die mögliche Kritik?</p>
<blockquote><p>Sechs auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Der Wanderer kommt zur Herberge. Er hat seinen Besitz bei sich. Er erlangt eines jungen Dieners Beharrlichkeit.</p>
<p>Der Wanderer, der hier gezeichnet wird, ist bescheiden und zurückhaltend. Innerlich verliert er sich nicht selbst, darum findet er einen Ruheort. Nach außen hin verliert er nicht die Zuneigung der Menschen, darum fördern ihn alle, so daß er Besitz erwerben kann. Außerdem findet sich ein treuer und zuverlässiger Diener bei ihm ein, wie er für den Wanderer von unschätzbarem Wert ist.</p>
<p>Neun auf drittem Platz bedeutet:<br />
Dem Wanderer verbrennt seine Herberge. Er verliert die Beharrlichkeit seines jungen Dieners. Gefahr.</p>
<p>Ein gewalttätiger Fremder weiß sich nicht zu benehmen. Er mischt sich in Angelegenheiten und Streitigkeiten, die ihn nichts angehen. Dadurch verliert er seinen Ruheplatz. Er behandelt seinen Diener fremd und hochfahrend. Dadurch verliert er dessen Treue. Wenn man als Fremder niemand mehr hat, auf den man sich verlassen kann, so ist das sehr gefährlich.</p>
<p>Neun auf viertem Platz bedeutet:<br />
Der Wanderer ruht an einem Unterkunftsort. Er erlangt seinen Besitz und eine Axt. Mein Herz ist nicht froh.</p>
<p>Hier ist ein Wanderer gezeichnet, der sich äußerlich zu bescheiden versteht, obwohl er innerlich stark und vorwärtsdringend ist. Darum findet er wenigstens einen Unterkunftsort, an dem er weilen kann. Auch gelingt es ihm, Besitz zu erwerben. Aber er ist mit seinem Besitz nicht in Sicherheit. Er muß stets auf der Hut sein, bereit, sich mit bewaffneter Hand zu verteidigen. Darum fühlt er sich nicht wohl. Es kommt ihm dauernd zum Bewußtsein, daß er ein Fremder ist in einem fremdem Land.</p></blockquote>
<p>In der Fremde herrschen eigene Sitten und Gebräuche. Alle sind Fremde &#8211; in der Fremde jedenfalls. Die Einheimischen sehen einen bestenfalls als Gast. Man ist &#8220;fremdartig&#8221;.</p>
<blockquote><p>Sechs auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Er schießt einen Fasan, auf den ersten Pfeil fällt er. Schließlich kommt dadurch Lob und Amt.</p>
<p>Die Staatsmänner auf Reisen pflegten sich bei den Fürsten durch das Geschenk eines Fasans einzuführen. Der Wanderer will hier in Fürstendienste treten. Er schießt zu diesem Zweck einen Fasan, den er beim ersten Schuß erlegt. So findet er Freunde, die ihn loben und empfehlen, und wird schließlich von dem Fürsten angenommen, der ihm ein Amt verleibt. Oft kommen Verhältnisse vor, die einen veranlassen, in der Fremde seine Heimat zu suchen. Wenn man es versteht, die Lage zu treffen und sich in der rechten Weise einzuführen, so mag man einen Freundeskreis und Wirkungskreis auch in der Fremde finden.</p>
<p>Oben eine Neun bedeutet:<br />
Dem Vogel verbrennt sein Nest. Der Wanderer lacht erst, dann muß er klagen und weinen. Er verliert die Kuh im Leichtsinn. Unheil!</p>
<p>Das Bild des Vogels, dem sein Nest verbrennt, zeigt den Verlust des Ruheorts. Wenn der Vogel beim Bau seines Nestes leichtsinnig und unvorsichtig war, so kann ihm dieses Unglück begegnen. So auch dem Wanderer. Wenn er sich gehen läßt in Scherz und Lachen und nicht mehr daran denkt, daß er ein Wanderer ist, so wird er später zu weinen und zu klagen haben. Denn wenn man im Leichtsinn seine Kuh, das ist seine bescheidene Anpassungsfähigkeit, verliert, so ist das vom Übel.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>55 &#8211; FONG &#8211; DIE FÜLLE</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 13:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sketchnet</dc:creator>
				<category><![CDATA[I-Ging]]></category>

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		<description><![CDATA[Dschen ist die Bewegung, Li die Flamme, deren Eigenschaft die Klarheit ist. Im Innern Klarheit, nach außen Bewegung, das gibt Größe und Fülle. Es ist eine Zeit hoher Kultur, die durch das Zeichen dargestellt wird. Allerdings liegt in dem Umstand, &#8230; <a href="http://sketchnet.de/i-ging/55-fong-die-fuelle">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/55-fong-die-fuelle.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-142" title="55-fong-die-fuelle" src="http://sketchnet.de/wp-content/uploads/2012/04/55-fong-die-fuelle.jpg" alt="" width="550" height="198" /></a></p>
<p>Dschen ist die Bewegung, Li die Flamme, deren Eigenschaft die Klarheit ist. Im Innern Klarheit, nach außen Bewegung, das gibt Größe und Fülle. Es ist eine Zeit hoher Kultur, die durch das Zeichen dargestellt wird. Allerdings liegt in dem Umstand, daß es sich um ein Höchstes handelt, auch der Gedanke schon angedeutet, daß dieser außerordentliche Zustand der Fülle sich nicht dauernd wird halten lassen.<span id="more-284"></span></p>
<blockquote>
<div>
<p><strong>Das Urteil</strong><br />
Die Fülle hat Gelingen. Der König erreicht sie. Sei nicht traurig; du mußt sein wie die Sonne am Mittag.</p>
<p>Eine Zeit höchster Größe und Fülle herbeizuführen, ist nicht jedem Sterblichen beschieden. Es muß ein geborener Herrscher über die Menschen sein, der so etwas vermag, weil sein Wille auf das Große gerichtet ist. Die Zeit einer solchen Fülle ist meist kurz. Ein Weiser könnte daher angesichts des folgenden Niedergangs wohl traurig werden. Doch ziemt sich solche Trauer nicht für ihn. Nur ein Mann, der innerlich frei von Sorge und Kummer ist, kann eine Zeit der Fülle heraufführen. Er muß sein wie die Sonne am Mittag, die alles unter dem Himmel erleuchtet und erfreut.</p>
<p><strong>Das Bild</strong><br />
Donner und Blitz kommen beide: das Bild der Fülle. So entscheidet der Edle die Prozesse und führt die Strafen aus.</p>
<p>Das Zeichen hat eine gewisse Beziehung zu dem Zeichen «Das Durchbeißen», Nr. 21, wo ebenfalls Donner und Blitz beisammen sind, aber in umgekehrter Reihenfolge. Während dort die Gesetze festgelegt werden, werden sie hier ausgeführt und angewandt. Innen die Klarheit ermöglicht eine genaue Prüfung des Sachverhalts, und außen die Erschütterung sorgt für strenge und präzise Durchführung der Strafen.</p>
<p><strong>Die einzelnen Linien</strong></p>
<p>Anfangs eine Neun bedeutet:<br />
Wenn man seinem bestimmten Herrn begegnet, so mag man zehn Tage beisammen sein, und es ist kein Fehler. Hingehen findet Anerkennung.</p>
<p>Um eine Zeit der Fülle herbeizuführen, bedarf es der Vereinigung von Klarheit und energischer Bewegung. Wo diese beiden Eigenschaften in zwei Menschen sich finden, da passen diese Menschen zueinander, und auch wenn sie zur Zeit der Fülle einen vollen Kreislauf beisammen sind, ist es nicht zu lang und kein Fehler. Darum mag man hingehen, um zu wirken; es wird Anerkennung finden.</p>
<p>Sechs auf zweitem Platz bedeutet:<br />
Der Vorhang ist von solcher Fülle, daß man am Mittag die Polsterne sieht. Durch Hingehen erreicht man Mißtrauen und Haß. Wenn man durch Wahrheit ihn erweckt, kommt Heil.</p>
<p>Oft kommt es vor, daß sich zwischen den Herrscher, der das Große will, und den Mann, der das Große ausführen könnte, Intrigen und Parteiranke eindrangen, die verfinsternd wirken wie eine Sonnenfinsternis. Dann sieht man statt der Sonne die Nordsterne am Himmel. Der Herr wird in den Schatten gedrängt durch eine Partei, die die Herrschaft an sich gerissen. Wollte man in solcher Zeit etwas Energisches unternehmen, so würde man nur auf Mißtrauen und Neid stoßen, die alle Bewegung unmöglich machen würden. Da gilt es dann, innerlich in der Macht der Wahrheit zu stehen, die schließlich so stark ist, daß sie im Unsichtbaren auf den Herrscher wirkt, so daß alles gut geht.</p>
<p>Neun auf drittem Platz bedeutet:<br />
Das Gestrüpp ist von solcher Fülle, daß man am Mittag die kleinen Sterne sieht. Er bricht seinen rechten Arm. Kein Makel.</p>
<p>Hier wird als Bild die fortschreitende Bedeckung der Sonne geschildert. An diesem Punkt ist die Totalität erreicht, darum sieht man am Mittag selbst die kleinen Sterne. Auf gesellschaftliche Verhältnisse übertragen, ist hier der Fürst so verfinstert, daß auch die unbedeutendsten Menschen sich hervordrängen können. Da ist es für einen tüchtigen Mann, der die rechte Hand des Herrschers sein könnte, unmöglich, etwas zu unternehmen. Es ist, als wäre die Hand gebrochen. Aber es ist nicht seine Schuld, daß er auf diese Weise am Handeln verhindert ist.</p>
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<p>Die Sonnenfinsternis, die in diesem Bild angesprochen ist, ist zyklischer Natur und vom Menschen nicht beeinflussbar. Das Gestrüpp wiederum ist ein Dickicht, eine Wildnis, wie sie nur abseits der Wege vorkommt.</p>
<p>Die Verfinsterung des Fürsten wiederum &#8211; sein finsteres Gemüt &#8211; hindert den Tüchtigen am Handeln. Wenn &#8220;Fürst&#8221; und &#8220;Tüchtiger&#8221; intrapersonell aufgefasst werden,  geht es um die &#8220;Leitgedanken&#8221;, die &#8220;herrschenden Gedanken&#8221; &#8211; die auch schon mal destruktiv sein können.</p>
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<p>Neun auf viertem Platz bedeutet:<br />
Der Vorhang ist von solcher Fülle, daß man am Mittag die Polsterne sieht. Er begegnet seinem gleichen Herrn. Heil!</p>
<p>Hier ist die Finsternis schon im Abnehmen, darum findet sich das einander Entsprechende zusammen. Auch hier muß die Ergänzung gefunden werden: zur Handelsfreudigkeit die nötige Weisheit. Dann wird alles gut gehen. Es ist hier die umgekehrte Ergänzung in Betracht gezogen wie beim ersten Strich. Dort sollte die Weisheit durch Energie ergänzt werden, hier die Energie durch Weisheit.</p>
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<p>Die gemeinte Energie dürfte die &#8220;Lebensenergie&#8221;, das Qi, sein; in der westlichen Psychologie ist auch schon die Libido als &#8220;Lebensenergie&#8221; aufgefasst worden, teils wurde ihr entgegenstehend ein Todestrieb angesehen. Wilhelm Reich fasste das mehr oder weniger an Energie in dem Begriff &#8220;Libidoökonomie&#8221;, später nannte er den Begriff &#8220;Orgon&#8221; und die entsprechende Wissenschaft &#8220;Orgonomie&#8221;, womit er sich nicht durchsetzen konnte &#8211; aber seine Patienten konnten sich in einen &#8220;Orgonakkumilator&#8221; setzen und &#8220;auftanken&#8221;.</p>
<p>Die Annahme, die beim Qi-Gong zugrunde liegt, ist, dass das Qi fließt und im Bauchraum akkumuliert wird. Die Energiebahnen heißen Meridiane. Störungen des Energieflusses machen krank, Stoffe, die den Fluss beeinträchtigen, machen krank, möglicherweise auch Gedanken.</p>
<p>Die Energie durch Weisheit ergänzen: Das ist heute nicht so populär, weil wir es mit der Weisheit nicht so haben. Eigentlich ist Weisheit innerhalb einer vergnügungssüchtigen Gesellschaft ein Störfaktor, eine Kränkung: &#8220;wir amüsieren uns zu Tode&#8221; und freuen uns an den Strapazen eines Dschungelcamps.</p>
<p>&#8220;Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit&#8221; ist zum Beispiel eine von Kant überlieferte Weisheit, die auf Mündigkeit hinwirken will. Der Hinweis damals auf ein historisches Stadium der gesellschaftlichen Entwicklung, gültig aber auch noch heute, auch in der &#8220;intrapersonalen&#8221; Ebene. Aber: Wer will das schon wahrnehmen, wer will das wahr haben?</p>
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<p>Sechs auf fünftem Platz bedeutet:<br />
Es kommen Linien, es naht Segen und Ruhm. Heil!</p>
<p>Der herrschende Mann ist bescheiden, so daß er für Rat der Tüchtigen zugänglich ist. So kommen Männer in seine Umgebung, die ihn die Richtlinien des Handelns nahebringen. Dadurch kommt Segen, Ruhm und Heil für ihn und alles Volk.</p>
<p>Oben eine Sechs bedeutet:<br />
Sein Haus ist in Fülle. Er verdeckt seine Sippe. Er späht durch das Tor und merkt niemand mehr. Drei Jahre lang sieht er nichts. Unheil!</p>
<p>Es ist hier ein Mann gezeichnet, der durch seinen Hochmut und Eigenwillen das Gegenteil erreicht von dem, was er erstrebt. Er sucht Fülle und Pracht für seine Wohnung. Er will unbedingt Herr sein in seinem Haus. Aber dadurch entfremdet er sich seine Familie, so daß er schließlich ganz vereinsamt dasteht.</p>
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<p>Dass einer, der unbedingt &#8220;Herr im eigenen Haus&#8221; sein will, wenig Wert auf die Bedürfnisse seiner Familie legt und mit dieser Haltung  Entfremdung zwischen ihm und &#8220;den Seinen&#8221; entsteht, ist einleuchtend.</p>
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