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Ulk

Schon ulkig, woher das Wort "Ulk" stammt: Ulk ist der Titel einer Satire-Zeitschrift, die von 1872 bis 1933 bei dem Berliner Verleger Rudolf Mosse erschien.

„ULK“ steht für die drei Abteilungen „Unsinn, Leichtsinn und Kneipsinn“ der 1851 in Haspe gegründeten Gesellschaft ULK, einer damals weithin bekannten satirischen Vereinigung, unter deren Mitwirkung ausweislich des Titelblattes am 3. April 1872 das illustrierte Wochenblatt für Humor und Satire „Der ULK“ in Berlin aus der Taufe gehoben wurde. Er sollte ein norddeutsches Gegenstück zu den süddeutschen Fliegenden Blättern sein.

Ab 1913 erschien der Ulk als regelmäßige Wochenbeilage zum Berliner Tageblatt und gleichzeitig zur Berliner Volkszeitung, zwei anderen Blättern des Mosse-Konzerns.

Am 22. November 1907 erschien im Ulk unter dem Titel Märchen anonym, die erste journalistische Arbeit des Satirikers und politischen Kritikers Kurt Tucholsky, in der sich der 17-Jährige über den Kunstgeschmack Kaiser Wilhelms II. lustig gemacht hatte. Von Dezember 1918 bis April 1920 arbeitete Tucholsky als Chefredakteur des Ulk und schrieb dort oft unter dem Pseudonym Theobald Tiger. Ihm bot sich dadurch ein großes Publikum, da die beiden Zeitungen, in denen der Ulk als Beilage erschien, eine Viertelmillion starke Leserschaft hatten. Tucholsky wollte mit den Kriegswitzen und dem Durchhaltehumor Schluss machen und den Ruf des jüdisch-demokratischen Ulk wiederherstellen.

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Kevinismus



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dez. 2008

k.A.